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🕑 15 Min. Lesezeit  ·  Von Tobias Dziuba  ·  Aktualisiert am 14. August 2026
Kurz zusammengefasst

Backlinks sind Links externer Websites und für Google ein wichtiger Rankingfaktor, bei Amazon zählen sie vor allem als zusätzliche Traffic-Quelle. Du gewinnst sie über Pressearbeit, Blogger-Kooperationen, Produkttests, Content Marketing und Broken Link Building. Als Tools stellt der Beitrag Ahrefs mit seiner großen Backlink-Datenbank, Majestic, Pitchbox und Hunter.io vor. Ahrefs zeigt inzwischen auch, wie oft eine URL in AI-Chatbots zitiert wird.

Tobias Dziuba, Gründer AdsMasters

✓ ExpertengeprüftTobias DziubaGründer & Geschäftsführer der AdsMasters GmbH. Betreut mit seinem Team Amazon-Accounts wie Red Bull, Clementoni und Rotkäppchen-Mumm mit über 250 Millionen Euro Jahresumsatz auf Amazon.Zum Profil →

Heute möchte ich über etwas schreiben, das nicht nur Amazon-Sellern nützt, sondern allen Unternehmern, die ihr Geld online verdienen und Menschen dazu auf eine bestimmte Seite leiten möchten. Backlinks sind ein altbekanntes und nach wie vor sehr wirksames SEO-Werkzeug, um die eigene Reichweite auszubauen.

Doch woher weiß man, welche Backlinks wirklich Traffic bringen und welche dem Ranking eher schaden? Und wie kann man neue Verlinkungsmöglichkeiten aufspüren?

Legen wir los!

Was sind Backlinks und wozu dienen sie?

Ein Backlink ist ein Link von einer externen Website auf eine andere ausgewählte Seite. Typischerweise werden Backlinks dazu genutzt, um auf die eigene Website, einen Webshop oder ein Amazon-Listing weiterzuleiten und so externen Traffic zu generieren. Zum Thema externer Traffic und Amazon gibt es bereits einen separaten Beitrag.

Ob ein Backlink Wirkung zeigt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • thematische Relevanz der verlinkenden Website (sodass die Zielgruppe stimmt)
  • Qualität und Vertrauenswürdigkeit der verlinkenden Website (= keine spammigen Seiten)
  • Sichtbarkeit und Traffic der verlinkenden Website (damit möglichst viele Klicks zustandekommen)
  • Position des Links auf der Seite (damit er gut sichtbar ist)
  • natürliche Unterbringung im Satz und Ankertext (damit es seriös wirkt)
  • Art des Links: Follow oder Nofollow (Nofollow-Links werden für Werbung, gesponserte Artikel, Affiliate-Links und UGC genutzt)
  • Anzahl und Qualität anderer ausgehender Links

Beispiel:

Ein Ratgeber über „die besten Küchenwaagen“ auf einer deutschen Koch-Website verlinkt auf dein Produkt, einer gut bewerteten Küchenwaage, bei Amazon.

beispiel für thematisch relevante backlinks

Google vs. Amazon: Ein wichtiger Unterschied

Für Google und andere Suchmaschinen sind Backlinks, die von vertrauenswürdigen, branchennahen Seiten auf deine URL weiterleiten, ein wichtiger Ranking-Faktor. Das heißt: Je mehr Seiten deine URL „empfehlen“ oder sie als Quellennachweis verwenden, desto stärker ist das Vertrauenssignal für den Algorithmus und deine Seite positioniert sich höher in den Suchergebnissen.

Bei Amazon ist die Auswirkung auf das organische Ranking deines Produkts minimal. Umso größer ist die Auswirkung durch den zusätzlich generierten Traffic. Sprich: Je mehr Menschen von externen Webseiten auf dein Amazon-Listing kommen, desto mehr potenzielle Käufer hast du und desto mehr Umsatz kannst du generieren.

Mithilfe von Backlinks erreichst du Leute, die sich im Internet informieren, Testberichte lesen, den Erlebnissen von Bloggern folgen, Inspiration suchen oder einfach generell an einem Thema interessiert sind. Du erweiterst damit effektiv deine Zielgruppe. Denn:

  1. Du erzeugst Nachfrage bei Leuten, die noch nicht weit fortgeschritten in der Customery Journey sind, dein Produkt neu kennenlernen und zukünftig ein Bedürfnis entwickeln
  2. Du erreichst Menschen, die bereits ein konkretes Bedürfnis haben, aber nicht wissen, wo sie suchen sollen oder normalerweise nicht auf Amazon kaufen
Also: Bei Google und Co. verbessern Backlinks dein Ranking und bringen mehr Traffic. Bei Amazon können Backlinks zusätzliche Verkäufe fördern und deine Abhängigkeit von Amazon als einzigen direkten Vertriebskanal reduzieren.

Wie erhält man organische Backlinks?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine Website oder dein Amazon-Listing auf anderen Internetseiten verlinken kannst. Während viele SEO-Backlink-Tools dir dabei helfen, mögliche verlinkende Seiten zu finden und die Performance deiner Backlinks zu überwachen, findet die Link-Erstellung nicht automatisch statt. Hierfür musst du selbst aktiv werden, Anfragen einreichen und Kooperationen eingehen.

Natürlich kannst du auch auf Tools verzichten, wenn du selbst viele Ideen hast und Kontakte zu den Webseitenbetreibern knüpfst. Das ist allerdings nur sinnvoll, wenn du in kleinem Maßstab SEO betreibst.

Hier sind die üblichsten Backlink-Methoden:

1. PR / Pressearbeit

Du kontaktierst das Presseteam und bittest darum, dein Angebot hinzuzufügen und einen Link zu setzen. Hierbei kann es sich um einen Gefallen oder um einen bezahlten Service in Form von gesponserten Beiträgen handeln. Gut geeignet für die Unterbringung von Links sind:

  • Online-Magazine
  • Branchenportale
  • Produktvergleiche
  • Ratgeber
  • Testberichte
  • Nachrichtenportale

2. Kooperationen mit Bloggern

Blogger finanzieren sich meist über Affiliate-Links und gesponserte Beiträge. Meist erstellen sie Erfahrungsberichte, Testberichte, Listen oder Produktvergleiche, in denen dein Produkt vorgestellt werden kann.

3. Produkttests

Willst du nicht dafür bezahlen, dass jemand einen „Pseudo-Testbericht“ über dein Produkt verfasst, kannst du auch ehrliche Testberiche fördern, indem du Bloggern oder Fachmedien dein Produkt kostenfrei zur Verfügung stellst. Im besten Fall entsteht daraus ein positiver Testbericht, der auf dein Amazon-Listing oder deinen Webshop verlinkt.

4. Content Marketing

Möchtest du nicht auf andere Publikationsquellen angewiesen sein, kannst du deine eigenen erzeugen. Bei dieser Methode produzierst du selbst interessante Inhalte auf deiner Website und verlinkst auf deine Produkte. Logischerweise musst du sicherstellen, dass deine Website zahlreiche Seitenbesucher erhält und immer up-to-date ist. Das kann schnell zum Vollzeitjob werden.

5. Broken-Link-Building

Bei dieser letzten Methode findest du Websites mit kaputten Links zu einem Thema, die 404-Felermeldungen ausgeben, und schlägst deine eigene passende Ressource als Ersatz vor.

 

Die besten Backlink-Tools 2026

1. Ahrefs

ahrefs tool für google seo und backlinks

Ahrefs ist das führende Tool für die Analyse und das Building von Backlinks. Diese Funktion war seit Anbeginn Kern des heute sehr umfassenden SEO-Tools.

Eigenen Angaben zufolge ist Ahrefs der zweitaktivste Webcrawler nach Google. Mit Site Explorer besitzt  das Tool eine sehr umfangreiche Backlink-Datenbank, die unter den Backlink-Tools unerreicht ist. Du kannst eine URL eingeben und sehen, wie viele Websites darauf verlinken und wie viele Backlinks insgesamt gesetzt wurden; darüber hinaus erfährst du, welche Arten von Backlinks dies sind, wie populär die Quellen sind (inkl. Schätzungen des organischen Traffics), wie sich die Anzahl der Backlinks über Zeit entwickelt hat, welche Backlinks deine Wettbewerber nutzen, und welche Broken Links du ersetzen lassen könntest.

Mittlerweile teilt dir Ahrefs auch mit, wie viele Zitierungen deine URL in AI-Chatbots (z.B. Google, ChatGPT, Copilot, Gemini…) erreicht, was ja immer wichtiger wird.

Die Metrik Domain Rating gibt Aufschluss darüber, wie stark bzw. „authoritär“ die verlinkende Website aus SEO-Sicht ist. Je höher die Zahl ist, desto wirksamer ist der Backlink.

Ein weiteres sehr hilfreiches Feature nennt sich Link Intersect. Link Intersect hilft dir dabei, eine Liste an Domains zu erstellen, die zwar auf die Konkurrenz verlinken, allerdings nicht auf deine Seite. So siehst du sofort, in welchen Bereichen deine Präsenz noch ausbaufähig ist und welche Plattformen (z.B. Listicles oder Verzeichnisse) du kontaktieren kannst, um eine Verlinkung zu erzielen.

sehen wo der externe traffic herkommt

Ahrefs bietet einen kostenlosen Backlink Checker, der dir verrät, wie viele Verlinkungen deine Seite im Web hat. Ich habe den Test mit adsmasters.de gemacht und bin auf 2,5 Tausend Backlinks von 815 Websites gekommen, wobei rund 40% davon als Dofollow-Links gekennzeichnet sind.

Willst du den ganzen Funktionsumfang von Site Explorer und Link Intersect nutzen (du erhältst detaillierte Analysen, wertvolle Grafiken und viel mehr Abfragemöglichkeiten), musst du für einen Plan zahlen. Das kostet dich 129 USD pro Monat und ist es, meiner Meinung nach, allemal wert. Nicht nur für deinen Amazon-Shop, sondern, um deine gesamte Webpräsenz auszubauen, mehr Traffic zu erhalten, und häufiger von AI-Chatbots zitiert zu werden. Abgesehen von der Backlink-Verwaltung hast du im Ahrefs „Lite“ Plan eine ganze Reihe weiterer nutzvoller Funktionen, die deine Sichtbarkeit im Web analysieren.

2. Majestic

demoansicht des kostenpflichtigen backlink tools

Majestic ist kein komplettes SEO-Tool wie Ahrefs, sondern ein Spezialist für alles, was mit Backlinks zu tun hat. Dafür ist Majestic genau das Richtige für Personen, die wirklich nur Backlinks auswerten wollen und sich über den niedrigeren Preis von 49,99 USD monatlich freuen.

Zu diesem Zwecke hat Majestic zwei Metriken eingeführt: Trust Flow und Citation Flow. Trust Flow gewichtet auf einer Skala von 0 bis 100, wie viele vertrauenswürdige Webseiten deine URL verlinken. Citation Flow zeigt an, wie oft deine URL insgesamt im World Wide Web zitiert wird.

Sehr cool finde ich die Weltkarte, die anzeigt, in welchen Ländern und Städten die verlinkenden Domains registriert sind. Ansonsten findest du ähnliche Listen, Ansichten und Funktionen wie bei Ahrefs vor, um deinen externen Traffic genau auszuwerten. Du kannst deine bestehenden Backlinks nach Seiten, Ankortexten, Themen sowie Relevanz / Qualität auswerten lassen. 

neugesetzte backlinks erfassen externer traffic

Willst du aktives Linkbuilding betreiben, ist die Funktion Clique Hunter sehr nützlich. Ähnlich wie Ahrefs Link Intersect erhältst du hier Informationen über die Backlink-Strategien deiner Wettbewerber. Dies hilft dir, neue Potenziale zu erkennen und Seiten auszumachen, auf denen du noch nicht erwähnt wirst. Ansonsten wird dir unter Related Sites eine Liste mit themenverwandten Seiten ausgegeben, die dich eventuell verlinken könnten.

3. Pitchbox

linkbuilder kollaborationen email kampagnen

Pitchbox konzentriert sich voll und ganz auf das Linkbuilding – nicht nur auf handelsüblichen Websites in der Google-Suche, sondern auch innerhalb des AI-Universums. 

Das ist nicht nur für Online-Händler hilfreich, sondern wird gerne von Influencern und Markeninhabern genutzt, die sich mehr Sichtbarkeit im Web wünschen.

Pitchbox identifiziert mögliche Seiten, die zu deinem Thema, deiner Nische oder deinen Keywords passen, und schlägt dir Kollaborationsmöglichkeiten sowie konkrete Kontaktpersonen vor, die du zwecks Verlinkungen oder Erwähnungen fragen kannst.

Doch nicht nur das: Das „Pitching“ und die darauffolgenden Unterhaltungen finden innerhalb des Tools statt. Es gibt Vorlagen, E-Mail-Sequenzen, automatische Follow-ups und einen KI-Antwort-Agenten, um die Kommunikation mit mehreren Herausgebern gleichzeitig zu ermöglichen.

Wie wir alle wissen, ist es nicht möglich, eine KI dazu zu „zwingen“, dein Amazon-Produkt oder deinen Webshop zu verlinken; allerdings sorgt das Linkbuilding durch Pitchbox dafür, dass du wahrscheinlicher von der KI in ihren Antworten berücksichtigt wirst.

Das Outreach-Tool kannst du mit Ahrefs oder Majestic verbinden, um die Performance neu hinzugefügter Backlinks zu beobachten und zu bewerten. Sprich: Pitchbox ist keine Alternative zu den bereits erwähnten Backlink-Tools, sondern eine logische Ergänzung.

Die sehr wertvollen Kontaktdaten von möglichen Herausgebern lassen sich allerdings auch etwas kosten: Der günstigste Plan liegt bei 300 USD monatlich.

4. Hunter.io

domain eingeben und email adressen für cold messaging finden

Hunter.io ist eine günstigere Alternative zu Pitchbox, da das Leistungsprofil schmaler ist. In Verbindung mit Backlink-Tools wie Ahrefs oder Majestic reicht es jedoch meist aus.

Hunter.io untersucht Webseiten automatisch nach E-Mail-Adressen. Wenn du also eine Liste mit potenziellen Quellseiten erstellt hast, hilft dir das Tool dabei, die Kontaktdaten der Seiteninhaber, Blogger oder Herausgeber herausfinden. Auch hier kann die Kontaktaufnahme direkt im Tool stattfinden, wobei Hunter.io dir hilft, ansprechende Outreach-Nachrichten zu verfassen und Kollaborationen zu vereinbaren.

Mit Hunter.io kannst du eine Liste von Domains angeben. Daraufhin durchsucht das Programm seine Datenbank nach Kontaktdetails, inklusive Namen, Position und E-Mail Adresse. Beim Starter-Plan für 34 USD monatlich kannst du 2 Millionen Leads speichern und pro E-Mail-Sequenz 2500 Empfänger hinzufügen.

5. SEMrush

übersicht referral links domains authority

SEMrush hilft Marken, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, und bietet dafür mehrere Lösungen an. Mit dem Feature Backlink Analysis kannst du deine Off-Site Strategie auf ein neues Level heben und KI-Chatbots positive Signale senden.

Zuerst wird dein aktuelles Backlink-Profil überprüft, d.h. du bekommst jeden Link, jede auf dich verweisende Seite und jede wichtige Metrik angezeigt, damit du einen Überblick gewinnst. Die Kennzahlen werden auch dazu genutzt, um deinen Authority Score zu berechnen. 

In einem zweiten Schritt werden Lücken und Potenziale identifiziert, indem dir Webseiten angezeigt werden, die auf ähnliche Seiten deiner Mitbewerber verlinken. Zudem findet SEMrush Webseiten, die deine Themen behandeln oder Broken Backlinks enthalten. So weißt du ganz genau, wo es noch Chancen gibt, deine Marke unterzubringen und deine Produkte vorzustellen.

Im letzten Schritt werden diejenigen Plattformen priorisiert, die häufig von KI-Chatbots zitiert werden, damit du zukünftig auch in KI-Antworten genannt wirst.

Das SEMrush Tool ist für 117 USD monatlich erhältlich. Willst du diverse Features zur Erhöhung der KI-Sichtbarkeit nutzen, brauchst du den Plan für 165 USD monatlich.

6. Seobility

kostengünstiges backlink tool aus deutschland

Seobility ist ein weiteres anerkanntes Tool für allgemeine SEO und kommt aus dem schönen Nürnberg.

So wie es sich für ein hervorragendes SEO-Tool gehört, ermöglicht Seobility das Monitoring, die Analyse und den gezielten Aufbau von Backlinks – nebst anderen Features wie die Keywordrecherche, Website Audits, die Ranking-Überwachung und die SEO-Wettbewerberanalyse.
Du behältst alle auf dich verweisenden Domains im Überblick. Neue und verlorene Backlinks lassen sich einfach tracken, während kaputte Backlinks schnell auffindbar sind. Zudem kannst du die Ankertexte deiner Links überprüfen, während der Einfluss eines jeden Links durch eine Zahl zwischen 0 und 100 bewertet wird.

Das sind keine einzigartigen innovativen Features, sondern der gute Standard für ein fortschrittliches Backlink-Tool. Ebenso, wie Seobility dein Linkprofil erstellen kann, kann es auch das deiner Wettbewerber erstellen. So kannst du dich mit konkurrierenden Seiten vergleichen und gleichzeitig neue Linkbuilding-Möglichkeiten entdecken. Zudem schlägt dir das Tool Möglichkeiten für gesponserte Inhalte oder Gastbeiträge vor.

Das sehr leicht zu bedienende Tool kostet 49,90 € monatlich.

7. XOVI

verlinkungen und ankertexte auf die eigene url überprüfen

XOVI ist ein nicht ganz so bekanntes Backlink-Tool, kommt aber ebenfalls aus Deutschland und hat damit meiner Meinung nach schon einen guten Vertrauensvorschuss. Die Funktionen sind ähnlich wie bei den vorherigen Tools:

  • Du kannst deine Backlinks überwachen und dein Linkprofil gesund halten
  • Du siehst deine top-verlinkten Seiten und die am häufigsten verwendeten Ankertexte
  • Du erhältst eine wöchentliche Übersicht zu neuen und verlorenen Backlinks
  • Dein Linkprofil lässt sich mit dem anderer Seiten vergleichen
  • Du kannst deine Link-Kooperationen überwachen

Zudem werden „toxische“,  spammige sowie unnatürliche Backlinks herausgestellt, die deiner Authorität eher schaden. XOVI erstellt daraufhin eine Disavow-Datei, die du bei Google einreichen kannst, damit diese Backlinks vom Algorithmus ignoriert werden.

XOVI kostet 99 € im Monat und bietet ein AI-Visibility-Add-on für 29 € im Monat.

8. SISTRIX

backlink analyse für google rankings

Last but not least haben wir SISTRIX, ein sehr bekanntes, in Deutschland entwickeltes Tool für Google-SEO, AI-Sichtbarkeit und Amazon-Erfolg. SISTRIX vereint mehrere Funktionen: Messung deiner Sichtbarkeit, Recherche von Keywords, Überprüfung deiner Backlinks, Analyse von Produkten und Kategorien auf dem Amazon-Marktplatz, und und und. In den teureren Plänen sind auch Funktionen für’s Content Marketing enthalten.

SISTRIX’s eigener Webcrawler durchsucht über 10 Milliarden Webseiten und nimmt zusätzlich Daten von Majestic hinzu, um dir ein möglichst vollständiges Bild aller eingehenden Links zu geben. Die Links werden nach dem Sichtbarkeitsindex und der Vertrauenswürdigkeit der Quellseite bewertet, wodurch du diejenigen Links priorisieren kannst, die tatsächlich Traffic bringen bzw. dein Google Ranking positiv beeinflussen.

SISTRIX informiert dich außerdem über Linkbuilding-Chancen und über ungenutzte Potentiale durch defekte Links. Der Starter-Plan ist für 119 € im Monat erhältlich. Dieser Preis ist meines Erachtens gerechtfertigt, denn: Der Funktionsumfang ist deutlich größer als bei Seobility; die Datenbasis ist umfangreicher und die Analysen greifer tiefer. 

Welche Backlink-Strategie eignet sich für Amazon?

Grundsätzlich gibt es zwei Strategien, um mehr Besucher auf eine Produktdetailseite auf Amazon zu leiten:

A) Du leitest direkt auf das Listing, oder
B) Du leitest zunächst auf deine Website weiter und von dort aus auf das Listing

Obwohl das nach einem unnötigen Umweg klingt, ist Strategie B) gar nicht mal so schlecht. Und zwar aus folgenden zwei Gründen:

  • der Backlink wird deiner Website angerechnet → Traffic und Google-Ranking steigen → deine Marke erhält insgesamt mehr Sichtbarkeit → du baust eine eigene Domain-Authorität auf
  • du kannst Besucher in deinen eigenen Sales Funnel einschleusen (z.B. E-Mail-Liste) und sie später zu weiteren Käufen ermutigen

Allerdings ist bei Strategie B) auch der „Weg“ zum Kauf länger, wodurch einige Personen abspringen könnten und die Conversion niedriger ausfällt.

Da es keine perfekte Methode gibt, bietet es sich an, beide Strategien miteinander zu kombinieren. Das bedeutet: Je nach Art und Thematik der Quellseite verlinkst du mal direkt auf dein Amazon Listing (z.B. Produktvorstellung, Test/Vergleich, Erfahrungsbericht), mal zuerst auf deine Website / Landing Page mit Leadmagneten (z.B. allgemeiner Blogartikel, Gastbeitrag, Experteninterview).
Falls du einen eigenen Webshop hast, kannst du natürlich auch direkt auf diesen verlinken. Hauptsache ist ja, deine Produkte werden gekauft!

Fazit: Betreibst du neben deinem Amazon-Shop noch eine eigene Markenseite, solltest du dieser ebenso viel Aufmerksamkeit beim Linkbuilding schenken. Indem du öfters auf deine Seite verlinkst, kannst du mehr Sichtbarkeit im Netz aufbauen, die Seitenbesucher in warme Leads umwandeln, und deine Markendominanz ausweiten, was dir langfristig große Vorteile bringen wird.

Backlinks auf dein Amazon-Listing bringen kurzfristigen Erfolg, doch Backlinks auf deine Markenseite garantieren nachhaltigen Erfolg.

Affiliate Links vs. Attributionslinks: Das musst du wissen

produktempfehlungen gegen provision

Für Drittparteien kann es wirtschaftlich interessant sein, auf dein Amazon-Listing zu verweisen, wenn sie am Affiliate-Programm teilnehmen. Wenn sie selbst eine sehr erfolgreiche Website betreiben und auf ein beliebtes, gut bewertetes Produkt verlinken, erhalten sie regelmäßig bis zu 12 % Provision auf den Kaufpreis.

Achte darauf, dass Affiliate-Links mit einem „*“ als Werbung gekennzeichnet werden müssen: Möglicherweise sinkt das Kundenvertrauen, wenn offensichtlich wird, dass die Verlinkung aus monetären Gründen erfolgt.

Markeninhaber auf Amazon profitieren von der Amazon Attribution. Dieses Programm hilft dabei, die Auswirkungen der Backlinks, die auf ausgewählte markeneigene Seiten führen, zu messen und zu überwachen. Hierfür ist die Markenregistrierung in der Amazon Brand Registry Voraussetzung. Zudem kann der externe Traffic nur gemessen werden, wenn du die speziellen Attributionslinks verwendest.

Ein Attributionslink kann auf eine Produktdetailseite oder auf deinen Brand Store verlinken. Dir ist freigestellt, ob du den Link in Newslettern, Social Media Posts, Pressemitteilungen oder Blogs setzt. Dank der Attribution erhältst du detaillierte Einblicke in den Erfolg deiner Marketingkampagnen ob bezahlt oder organisch. Typische Metriken, die für dich ausgewertet werden, sind z.B. Seitenaufrufe, Verkäufe, Klicks auf „In den Einkaufswagen“, Brand-Halo-Effekte….

Seller in den USA haben es noch besser: Hier wird im Falle eines Verkaufs eine Gutschrift von 10 % veranlasst, sofern der Kunde über externen Traffic gewonnen wurde.

Fazit: Lohnen sich Backlink-Tools für Amazon Seller?

Wer eine Website mit kommerziellen Absichten betreibt, braucht Backlinks – und zwar so viele wie möglich von vertrauenswürdigen, klickstarken Quellseiten. Das treibt einerseits die Sichtbarkeit im Google-Ranking, andererseits die Sichtbarkeit in thematisch relevanten KI-Suchen hoch. Abgesehen davon erhältst du zusätzlichen Traffic von Menschen, die auf der verlinkenden Seite unterwegs waren und dein Angebot vorher noch nicht kannten.

Bei Amazon sind die positiven Effekte von Backlinks etwas gedämpft: Auf die SEO wirken sie sich nicht aus, wohl aber auf den Traffic und damit auf deine unmittelbaren Verkaufschancen.

Backlinks lohnen sich also eigentlich immer. Die Frage ist nun, ob Amazon-Seller professionelle, kostenpflichtige Backlink-Tools wie Ahrefs oder Seobility brauchen?

Die Antwort lautet mal wieder, wie so oft: „Es kommt darauf an“.

Hast du nur ein bis zehn Produkte und machst wenig Umsatz, kannst du dir die finanzielle Investition sparen.  Für etablierte Marken mit 50+ Produkten kann ein Backlink-Tool durchaus interessant und sinnvoll sein. Große Brands, die sonst auch viel PR und Content machen, sollten auf jeden Fall ihre Backlinks analysieren, optimieren und systematisch ausbauen. Auch für Amazon Agenturen lohnt sich ein Backlink-Tool, damit sie ihren Kunden bei der Trafficgenerierung helfen können.

Letztendlich hängt es davon ab, ob du exklusiv auf Amazon handelst, oder ob du eine komplette Markenpräsenz mit Website, Webshop und Social Media pflegst: Dann nämlich rechnen sich die Backlink-Tools allemal!

Welches Backlink-Tool ist nun das Richtige für dich?

Zunächst muss man zwischen drei Arten von Tools unterscheiden:

  1. Spezialisierte Backlink-Tools:
    Majestic
  2. SEO-Tools zur Sichtbarkeitssteigerung mit integrierten Backlink-Funktionen:
    SEMrush, Seobility, SISTRIX, XOVI, Ahrefs
  3. Outreach-Tools für aktives Linkbuilding:
    Pitchbox, Hunter.io

Majestic hat für diejenigen Nutzer, die wirklich ihren Fokus auf Backlinks legen wollen, die Nase vorn, da der Preis einfach unschlagbar ist.
Wünschst du dir stattdessen ein umfassendes SEO-Tool, ist Ahrefs marktführend. Legst du Wert auf eine deutsche Herkunft, empfehle ich dir Seobility (ideal für Einsteiger) oder SISTRIX (ideal für große Unternehmen).
Willst du dein Backlinkprofil weiter ausbauen, empfehle ich dir ergänzend ein Outreach-Tool, das dir dabei hilft, Kontakt zu Herausgebern, Seiteninhabern und Entscheidern aufzunehmen. So kannst du zielführende Kooperationen eingehen und insgesamt mehr Erwähnungen professioneller Natur erzielen. Das wirkt sich auch positiv auf deine Präsenz in KI-Antworten aus.

Die meisten Tool-Anbieter haben kostenlose Backlink Checker, mit denen du nachprüfen kannst, welche Seiten bereits auf deine URL verweisen. Zudem rate ich dir dringend, die kostenlosen Testversionen in Anspruch zu nehmen, um zu erkennen, mit welchem Tools du am besten zurechtkommst. Die meisten Backlink-Tools bieten ähnliche Funktionen und Analysen – sie unterscheiden sich meist nur im Design der Benutzeroberfläche, in der Darstellung der Ergebnisse, und teilweise in spezialisierten Detailfeatures.

Also: Backlinks sind für Amazon Brand Stores und Amazon Listings von großer Wichtigkeit.

Ich hoffe, der heutige Beitrag war nützlich für dich. Falls du weitere Fragen zu Amazon hast und gerne etwas Unterstützung beim Verkauf hättest, melde dich gerne zu einem unverbindlichen Erstgespräch. Als Amazon Agentur können wir dir zu mehr Traffic, mehr Umsatz und mehr Gewinnen verhelfen.

Tobias Dziuba

Mein Name ist Tobias und ich bin Gründer & Geschäftsführer der Amazon Agentur Adsmasters GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

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