Mit Prime durch Verkäufer versendest du Prime-Ware aus dem eigenen inländischen Lager, den Transportdienst wählst du inzwischen frei. Voraussetzungen sind unter anderem 90 Prozent pünktliche Lieferungen, Tracking-Nummern bei 99 Prozent der Bestellungen, eine Stornorate unter 0,5 Prozent und eine Testphase von 5 bis 90 Tagen. Seit Juni 2023 erhalten nur die besten 90 Prozent der Seller das Badge, abhängig vom Lieferversprechen. Der Beitrag beleuchtet auch den Nachteil des Programms.

Rund 250 Millionen Menschen weltweit nutzen Amazon Prime. Die Vorteile für Kunden liegen auf der Hand:
- Ein blitzschneller, kostenloser Versand
– Prime-Artikel werden meist zwei Tage schneller geliefert als mit dem Standardversand - Unfassbare Rabatte zum Amazon Prime Day und sonstige exklusive Rabatte
- Zugang zu Prime Now (Filme + Serien) sowie Amazon Music.

Prime-Kunden erhalten manchmal auch preisliche Vorteile, wie in diesem Beispiel
Aber auch für Verkäufer bietet Amazon Prime Vorteile. Produkte, die das Prime-Logo tragen, verkaufen sich in der Regel besser. Dies hat drei zentrale Gründe:
- Kaufanreiz für Prime-Kunden
– Prime-Kunden kaufen i.d.R. nur für Prime qualifizierte Produkte, um vom eintägigen Gratis-Versand zu profitieren
– Zusätzlich nutzen viele Amazon-Kunden den 30-tägigen Probezeitraum für Prime - Bessere Sichtbarkeit
– Prime-Artikel werden vom Algorithmus bevorzugt behandelt und weiter oben positioniert
– Prime-Artikel haben eine höhere Chance, die BuyBox zu gewinnen
– Prime-Artikel werden gesondert hervorgehoben - Vertrauen und Kundentreue
– Prime-Mitglieder kaufen häufiger auf Amazon, da sie besonders treue Kunden sind
– Das Prime-Logo wirkt wie ein Qualitätssiegel für schnelle Lieferungen und hohe Kundenzufriedenheit
Doch all diese Vorteile sind ausschließlich Verkäufern mit Amazon FBA, Versand durch Amazon, vorenthalten, nicht wahr?
Stimmt nicht! Mit dem Programm Prime durch Verkäufer können solche Waren mit dem Prime-Logo gekennzeichnet werden, die von den Händlern selbst verschickt werden. Das ist seit 2015 möglich, denn vorher durften tatsächlich nur FBA-Händler Prime-Kunden beliefern.
Welche Vorteile und eventuell auch Nachteile das Programm für Händler mit Eigenversand (FBM) hat, erfährst du in diesem Ratgeber.
Prime durch Verkäufer: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Prime by Seller oder auch Seller-Fulfilled Prime (SFP) stellt strenge Anforderungen an Händler, die ihre eigenen Logistikprozesse steuern. In einem anderen Beitrag haben wir bereits behandelt, wann du besser FBA und wann du besser FBM nutzt. Bei FBA sind alle deine Artikel automatisch Prime-berechtigt. Bei FBM musst du dir das Prime-Logo in gewisser Weise erst verdienen, was zu einer Herausforderung werden kann, da du praktisch versuchst, mit der Logistikexzellenz von Amazon mitzuhalten.

Ein Beispiel von einem Verkäufer mit Eigenversand, der Seller-Fulfilled Prime nutzt
Amazon selbst sagt zur Wahl zwischen FBA und FBM (mit Prime-Vorteilen):
„Hochwertige, schwer verkäufliche, zerbrechliche, personalisierte und saisonale Artikel (unter anderem) sind möglicherweise hervorragend für Prime durch Verkäufer geeignet, während schnell verkäufliche, Artikel mit hoher und vorhersehbarer Nachfrage, kleine und leichte Produkte und Produkte mit einem Angebot auf allen fünf europäischen Marketplace-Sites besser für Versand durch Amazon geeignet sind.“
Das Programm ist seit seiner Einführung immer beliebter geworden. Leider gibt es keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele Seller das Angebot nutzen. Was man jedoch sicher weiß, habe ich dir unten in einem kleinen Fakten-Überblick zusammengefasst.
- Verkäufer können ihre Waren direkt vom Warenlager per Amazon Prime versenden. Hierbei muss es sich um ein inländisches Lager handeln.
- Die Lieferung per Prime muss innerhalb der versprochenen Lieferfrist ausgeführt werden. Meist beträgt die Frist unter 24 Stunden bzw. einen Werktag.
- Wer an Prime durch Verkäufer teilnimmt, muss zuerst eine Testphase durchlaufen, die zwischen 4 und 12 Wochen dauert. wird das Prime Logo angezeigt. Die Dauer hängt vom Verkäufer ab.
- Von Amazon wird kein Transportdienst (mehr) vorgegeben. Du kannst frei entscheiden, ob du z.B. DPD, DHL, Hermes oder UPS nutzen möchtest.
- Kunden suchen gezielt nach Produkten mit Prime-Bedingungen, indem sie links in den Filteroptionen „Prime“, „Kostenloser Versand“ und/oder „Lieferung morgen“ auswählen. Dadurch entsteht ein enormer Wettbewerbsvorteil.
- Prime erhöht die Chance, dass das Produkt im Einkaufswagenfeld hervorgehoben wird.
Anmerkung: Prime selbst ist kein Auswahlkriterium für die BuyBox, der schnelle, kostenlose Versand hingegen schon. Sprich: Auch ohne Prime durch Verkäufer steigt die Chance auf die BuyBox, wenn du schnellen Gratis-Versand anbietest - Durch die zugesicherte Lieferung am nächsten Tag bzw. innerhalb der angegebenen Lieferfrist steigt die Wahrscheinlichkeit von häufigen und wiederholten Käufen.
- Amazon übernimmt den Kundenservice im Namen des Händlers, was FBA-Händlern eine enorme Last abnimmt.
- Prime durch Verkäufer ermöglicht das Schalten von Blitzangeboten, und die Teilnahme am Prime Day, was für zusätzliche Sichtbarkeit sorgt.
Prime by Seller / Prime durch Verkäufer – YouTube Video
Voraussetzungen für Prime durch Verkäufer
Damit deine Produkte überhaupt für Prime berechtigt sind, müssen sie folgende Anforderungen erfüllen:
- Die Produkte sind landesweit verfügbar
- Der Versand ist kostenlos
– außer, Kunden wählen „Lieferung am selben Tag“ oder „Eilversand“ aus (das kostet 4,99 € zusätzlich) - Es werden kostenlose Warenrücksendungen angeboten
– außer, der Artikel wiegt mehr als 22,6 kg
Außerdem sind folgende Kriterien zu erfüllen:
Lieferversprechen: Das Lieferversprechen (also innerhalb welches Zeitraums die Ware beim Kunden eintrifft) muss erfüllt werden.
Für die Liefergeschwindigkeit gilt eine Obergrenze von 4 Tagen, d.h. Artikel mit einer langsameren Lieferung (5 Tage und mehr) sind nicht Prime-berechtigt. Artikel mit einer Liefergeschwindigkeit von 3 Tagen oder darunter erhalten garantiert das Prime-Logo. Liegt die Liefergeschwindigkeit bei genau 4 Tagen, erhalten nur diejenigen Artikel das Prime-Logo, deren versprochene Liefergeschwindigkeit innerhalb der schnellsten 85% aller Angebote liegt. Bei den langsameren 15% entfällt das Primo-Logo, da das Kriterium der schnellen Lieferung nicht eingehalten wird. Dennoch ist der Versand nach wie vor kostenlos, weshalb bei jenen Artikeln „KOSTENLOSER Versand für Prime-Mitglieder“ steht.
Für extragroße und übergroße Artikel gelten natürlich höhere Schwellenwerte von 4 bis 6 Tagen. Zudem wird die Obergrenze für die Liefergeschwindigkeit zu Verkaufsspitzen (z.B. Black Friday, Prime Day) angehoben.
Rate pünktlicher Lieferung: 92% aller Lieferungen müssen pünktlich erfolgen, das heißt, entweder vor oder spätestens am versprochenen Liefertermin. Das bedeutet auch: Es bringt dir nichts, frühe Liefertermine zu versprechen, die du wahrscheinlich nicht einhalten kannst. Dann nämlich verlierst du die Prime-Berechtigung.
Rate gültiger Tracking-Nummern: 99% der Bestellungen müssen mit einer gültigen Sendungsverfolgungsnummer versehen sein. Diese Nummer bekommt Amazon vom Transportdienst übermittelt und gibt sie an den Kunden weiter, damit diese mitverfolgen können, wo sich ihr Paket momentan befindet und wann es voraussichtlich eintreffen wird.
Stornorate: Die Stornorate durch einen Amazon-Händler darf 0,5 % nicht überschreiten. Falls ein Kunde innerhalb von 30 Minuten nach der Bestellung bei dir eine Stornierung über das Postfach beantragt, darfst du die Stornierung vornehmen, ohne dass dies die Rate beeinflusst.

Die Lieferung für Prime-Kunden ist zwei Tage schneller als üblich
Darum ist Prime nicht für jeden zu empfehlen
Während Prime durch Verkäufer zweifelsfrei Vorteile bringt, kommt auch dieser Service von Amazon nicht ohne Nachteile daher. Ein Punkt, der von einigen Verkäufern kritisch gesehen wird, ist die Übernahme des Kundendienstes durch Amazon selbst.
Der Kundenservice wird von Amazon übernommen
Auf der einen Seite kann es durchaus vorteilhaft sein, auf den Kundenservice von Amazon zurückgreifen zu können. Eine Aufgabe weniger, die man als Verkäufer übernehmen muss. Auf der anderen Seite hat der Verkäufer nun keinen Einfluss mehr auf die Interaktion mit dem Kunden.
Dies führt auch dazu, dass Amazon die Richtlinien des Prime-Programms, vor allem die Lieferung am nächsten Werktag, im Falle von Beschwerden, beispielsweise einer Verspätung oder nicht erhaltenen Waren (aus welchem Grund auch immer), gegen den Verkäufer ausgelegt. Diese Situation lässt sich nicht ändern, gerade da man als Verkäufer keinen Einfluss auf die Lieferung und den Kundendienst hat.
So funktioniert Prime für Verkäufer in der Praxis
Falls Prime durch Verkäufer dennoch etwas für dich ist, musst du die Eigenschaften des Programms genau verstehen. Hier sind alle Details zur Vorgehensweise als Verkäufer sowie Vorbereitungen, die unbedingt getroffen werden müssen und schließlich die Rücksendungen.
Versandpartner DHL, DPD und andere
Lange Zeit war DPD zwangsweise der einzige Transportdienst, der für Seller by Prime in Frage kam. Das sorgte unter anderem für erhebliche Probleme, da der Transportdienst nicht als zuverlässig bekannt ist. Außerdem waren Verkäufer an die Konditionen von Amazon gebunden. Diese richteten sich allerdings nicht nach dem Gewicht, sondern der Größe eines Pakets, was Amazon entgegenkam, da Verkäufer gerade für solche Produkte oft eigene Warenlager nutzen. Dies erhöhte also in vielen Fällen unterm Strich die Versandkosten. Diese Nachteile fallen jetzt weg.
Gute Nachrichten gibt es seit 2022, denn jetzt können für Prime durch Verkäufer auch DHL und jeder andere beliebige Transportdienst als Versandpartner gewählt werden. DHL ist deutschlandweit beliebt und Kunden vertrauen in diesen Paketdienstleister. Neben Paketen können auch Warenpost-Sendungen zugestellt werden.
Der große Vorteil liegt darin, dass du hier deine eigenen Konditionen aus dem DHL-Geschäftskundenvertrag mit Prime durch Verkäufer nutzen kannst.
Um DHL in Anspruch zu nehmen, musst du über dein Verkäuferkonto den Zugang zum DHL Geschäftskundenportal freischalten.
So geht’s:
- Gehe im Amazon Seller Central unter „Einstellungen“ zu „Informationen zum Verkäuferkonto“. Im Bereich „Versand und Warenrücksendungen“ klickst du auf „Einstellungen für Versandentgelt kaufen“.
- Eine neue Seite öffnet sich. Auf der rechten Seite klickst du dann auf den Button „Transporteurkonten verwalten“.
- Jetzt kannst du dein Konto verknüpfen. Wähle im Dropdown “DHL Paket” aus und bestätige deine Auswahl.
- Dann kannst du deine Zugangsdaten und Abrechnungsnummern von DHL eintragen. Falls noch nicht geschehen, erstelle im DHL Geschäftskundenportal einen Systembenutzer. Bestätige dann deine Eingaben.
Als nächstes gelangst du zu einer Übersicht mit allen verknüpften Konten. Bei DHL ist der Status nun “Active”.
Vorgehensweise bei Amazon Prime durch Verkäufer
Bei Prime durch Verkäufer wird einem zwar die Lieferung durch DPD, DHL oder andere Dienste und der Kundendienst abgenommen, aber das heißt nicht, dass Verkäufer ihr Amazon Business völlig passiv abwickeln können. Unter anderem müssen entsprechende Versandetiketten gekauft werden.
In der Amazon Seller Central lassen sich alle Bestellungen nachverfolgen und bearbeiten.
Du kannst das korrekte Etikett unter der Schaltfläche “Versandentgelt kaufen” anhand der vom Kunden gewählten Lieferung auswählen. Da mittlerweile jeder beliebige Transportdienst genutzt werden kann, ist das jedoch nicht mehr notwendig. Generell ist wichtig, dass die die Fristen einhältst. Handelt es sich um einen Premiumversand, muss das Paket zur versprochenen Lieferfrist ankommen, solange die Bestellung bis 13:00 Uhr getätigt und im System erfasst wird.
Beachtet werden muss hierbei Folgendes:
- Wenn ein Kunde zwei Produkte – eines mit Prime und eines ohne Prime – kauft, gibt es zwei Optionen: Das Prime Versandetikett für ein Paket kaufen, das beide Produkte beinhaltet, oder beide Produkte einzeln versenden. Dabei gelten die Prime Regeln nur für das Prime Produkt.
- Bei regionalen Feiertagen kommt es darauf an, in wie vielen Bundesländern der Feiertag gilt. Ist der Tag in mehr als 50 % der Bundesländer ein Feiertag, erweitert Amazon die Auslieferungsfrist um einen Tag. Andernfalls sollte das Prime-Logo für alle Prime-Produkte deaktiviert werden, falls die pünktliche Lieferung nicht gewährleistet werden kann, da die 1-Tages-Frist weiterhin gilt.
- Während die Lieferung als Premiumversand für den Prime-Kunden kostenlos ist, kann der Verkäufer den Preis für alle anderen Käufe mit bis zu 7,99 € veranschlagen.
- Verkäufer können gleichzeitig bei Versand durch Amazon und Prime durch Verkäufer angemeldet sein. Die ASIN muss dabei einem der beiden Programme zugewiesen werden. Je nach Eigenschaft des Produktes bietet sich meist relativ klar eine der beiden Optionen an. Beispielsweise sind schnellverkäufliche Artikel für Versand durch Amazon geeignet und hochwertige Produkte oder zerbrechliche Artikel eher für Prime durch Verkäufer geeignet.
Nachdem eine Bestellung eingegangen ist, muss der Verkäufer das Versandentgelt entrichten. Zu diesem Zwecke können drei verschiedene Methoden gewählt werden – zum einen über die Seller Central, zum anderen über die Amazon API und schließlich über Verkäufertools von Drittanbietern. Es kann vereinzelt passieren, dass Etiketten nicht über die hier beschriebenen Methoden gekauft werden können. In diesem Fall liegt es am Händler, diese beim Transportpartner zu kaufen.
Wichtig ist, dass beim Kauf der Etikette die Parameter wie Größe der Verpackung und Gewicht korrekt angegeben werden.
Prime durch Verkäufer – Vorbereitungen
Wer in Prime durch Verkäufer aufgenommen wurde, muss zuerst eine Prime-Versandvorlage erstellen und anschließend Produkte dieser Vorlage hinzufügen. Die Vorlage dient dazu, Versandregionen, Transportzeiten und Versandkosten zu definieren. Produkte können dann geschickt per SKU einer Versandvorlage in der Seller Central zugeordnet werden.
Neu seit Juni 2023 ist, dass bei den Transportzeiten nun auch bis zu 7 Tage möglich sind. Das ist unter anderem Produkten geschuldet, die sehr sperrig und schwer sind und daher generell länger für den Versand benötigen als leichte und kleine Produkte.
Der Versand muss landesweit erfolgen. Es ist nicht möglich, zum Beispiel Ostfriesland vom Prime-Versand auszuschließen.
Du findest die Vorlage zur Konfiguration unter “Automatisierung von Versandeinstellungen”.
Klicke dafür auf Lagerbestand verwalten -> Versandvorlage ändern (rechts im Dropdown Menü des ausgewählten Produktes) -> Ändern Versand Template – > Versandvorlage Prime auswählen -> Ja, weiter.
In dem Fall, dass mehrere Produkte gleichzeitig der Versandvorlage zugeordnet werden sollen, können unter “Lagerbestand verwalten” gleich mehrere SKUs ausgewählt werden.
Alternativ besteht die Möglichkeit, dies über die Lagerbestandsdatei zu erledigen. Dafür muss allerdings zuerst der Lagerbestands-Assistent heruntergeladen und bearbeitet werden. Unter “Formular Inventory Loader” befindet sich die Spalte für SKUs ganz links in der ersten Spalte, während in der Spalte N die genaue Bezeichnung der Prime Vorlage eingegeben werden muss. Eine Liste mit aktuellen Produkten samt SKU befindet sich in der Seller Central und Lagerbestand.
Die fertig ausgefüllte Lagerbestands-Assistenten Datei wird dann in der Seller Central hochgeladen und zwar unter “Lagerbestand” -> “mehrere Artikel hochladen”. Es werden nur Dateien im .txt Format akzeptiert.
Annahmeschluss und Bestellvolumen
Während der Annahmeschluss von Amazon vorgegeben wird, kann der Verkäufer den Zeitpunkt der Abholung seiner Wahren durch den Transportdienst selbst bestimmen und das maximale Volumen für Prime-Sendungen definieren.
Hier sind alle wichtigen Fakten:
- Der Annahmeschluss ist 13 Uhr – die Ware wird dann zu einem vereinbarten Zeitpunkt dem beauftragten Transporteur übergeben, bei DHL z.B. ab 14:30 am Tag der Bestellung. Spätestens dann sollten deine Produkte versandfertig sein.
- Handelt es sich um einen Feiertag oder ein Wochenende, wird dieser Zeitpunkt auf den nächsten Werktag verlegt.
- Feiertage und Wochenenden sind keine Werktage – so können Bestellungen am Freitag nach 13:00 Uhr eingehen und am Montag versendet werden.
- Annahmeschlusszeiten können in der Amazon Seller Central für Bestellungen mit Lieferung in 2 Tagen sowie einer Anlieferung am nächsten Tag getrennt festgelegt werden.
- Das Bestellvolumen kann ebenfalls in der Seller Central limitiert werden. Das Prime Logo wird folglich deaktiviert, nachdem das Limit erreicht wurde.
- Darüber hinaus kann das Prime Logo auch unabhängig vom Bestellvolumen deaktiviert werden.
Rücksendungen
Kunden können Waren kostenlos zurücksenden, wenn das Gewicht der Ware 22,6 kg nicht überschreitet. Wer seine Waren zurücksenden möchte, erhält automatisch ein vorfrankiertes Rücksendeetikett. In den wenigen Fällen, in denen ein solches Etikett nicht verfügbar ist, können Kunden Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen. Für diesen Zweck sollte der Verkäufer eigene vorfrankierte Etiketten bereithalten.
Als Verkäufer muss man die Kosten für das Etikett dann tragen, wenn das Paket vom Zusteller abgeholt wird. Einige Ausnahmen sind in der Dokumentation für Prime durch Verkäufer aufgelistet. In manchen Fällen kann eine Erstattung der Kosten des Verkäufers seitens Amazon erfolgen. Dies ist per Telefon, Chat oder Kontaktformular unter Verkaufen bei Amazon, Prime durch Verkäufer, Erstattungsantrag möglich.
Wie läuft die Prime durch Verkäufer Testphase ab?
Mit der Testphase prüft Amazon, ob du alle Voraussetzungen für den Prime-Versand erfüllen und mit der Sendungsanzahl umgehen kannst. Das Prime-Logo wird deinen Kunden in dieser Zeit noch nicht angezeigt.
Wie erwähnt, kannst du das Prime-Logo für die gewählten SKUs erhalten, nachdem die Testphase erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Logo wird dann automatisch den entsprechenden ASINs hinzugefügt. Dazu müssen deine Testbestellungen jedoch pünktlich ankommen. Die Stornierungsrate darf nicht über 0,5% liegen.
Nach der bestandenen Testphase können SKUs für das Prime by Seller Programm angemeldet oder entfernt werden.
Versandkosten bei Prime durch Verkäufer
- Die Amazon Verkaufsgebühr bleibt unverändert
- Es entstehen keine zusätzlichen Gebühren
- Bei Preisen für Nicht-Prime Kunden können bis zu 7,99 € veranschlagt werden
Fazit: Prime für Verkäufer lohnt sich immer mehr

Wenn man bedenkt, dass Prime-Mitglieder in Deutschland für über 70% der Amazon Umsätze verantwortlich sind, lohnt sich das Logo allemal. Seller tun sich in den meisten Fällen einen Gefallen, wenn sie an dem Programm teilnehmen. Durch die Änderungen der Richtlinien und die Möglichkeit, einen beliebigen Transportdienstleister wie DHL auswählen zu können, reduziert Amazon die Schwelle, am Prime by Seller Programm teilzunehmen. Gleichzeitig erhöht es den Druck, denn wenn immer mehr Angebote mit dem Prime-Logo versehen sind, werden andere Angebote unattraktiver. Schließlich wollen Prime-Kunden ihre Mitgliedschaft und den kostenlosen Versand ausnutzen. Überlege dir daher gut, ob du am Prime durch Verkäufer Programm teilnehmen möchtest.
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Voraussetzungen für Prime durch Verkäufer?
Es gibt viele Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Besonders wichtig sind der kostenlose Versand, die Einhaltung des Lieferversprechens und die kostenlose Warenrücknahme.
Warum ist Prime durch Verkäufer nicht immer zu empfehlen?
Da du mittlerweile jeden beliebigen Transportdienst einsetzen kannst, ist der einzige Nachteil, dass Amazon deinen Kundendienst übernimmt und du den direkten Kundenkontakt ein Stück weit verlierst.
Wann ist Annahmeschluss für Prime durch Verkäufer?
Der Annahmeschluss ist 13 Uhr – die Ware muss dann versandfertig und zum vereinbarten Zeitpunkt dem beauftragten Transporteur übergeben werden.
