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Die Zukunft des Online-Handels scheint vielversprechend. Amazon bietet Verkäufern aus nahezu allen Branchen die Möglichkeit, ihre Produkte einem potentiell riesigen Publikum von kaufbereiten Kunden vorzustellen. Gegen entsprechende Verkaufsgebühren.

Auf der Plattform kannst du deine Produkte visuell ansprechend vermarkten und hervorragendes Crossselling sowie Branding betreiben. Es gibt keinen anderen Marktplatz, der bei den europäischen Konsumenten so beliebt und angesehen ist – wer da mitmischen will, muss natürlich auch einen gewissen Preis bezahlen.

Im Vergleich zum eigenen Onlineshop musst du beim Verkauf über Amazon weder in die notwendige Infrastruktur investieren noch für eine ausreichende Besucherzahl sorgen – denn das ist alles schon vorhanden. Klingt fantastisch, nicht?

Doch welche tatsächlichen Kosten und Gebühren entstehen, wenn du deine Artikel über Amazon vertreibst? Wie setzen sich diese Gebühren zusammen, und welche Unterschiede gibt es je nach Produktkategorie und Land? Bestehen Sonderregelungen, die man vor dem Verkaufsstart beachten sollte? Kurz gesagt: Ist es für mich rentabel, auf Amazon zu verkaufen?

In diesem Artikel möchten wir all diese Fragen für dich beantworten. Zunächst schauen wir, wie sich die Amazon Verkaufsgebühren zusammensetzen und welche zusätzlichen Gebühren anfallen. Auch hier gibt es Ausnahmen, welche wir näher betrachten möchten, um dir schlussendlich effektive Strategien zur Reduzierung der Amazon Verkaufskosten vorzustellen.

Wie setzen sich die Amazon Verkaufsgebühren zusammen?

Die von Amazon erhobenen Gebühren setzen sich grundsätzlich aus festen Beträgen und variablen Kosten pro verkaufter Einheit zusammen.

  • Je nach gewähltem Kontomodell fällt entweder eine monatliche Gebühr oder eine fixe Gebühr pro verkauftem Artikel an.
  • Darüber hinaus gibt es prozentuale Verkaufsgebühren, die je nach Produktkategorie aktuell zwischen 7 und 15 %; es gibt jedoch auch einige Ausnahmen. Seit Mitte 2019 gilt bei den meisten Kategorien eine Mindestgebühr von 0,30 EUR pro Artikel.
  • Sonstige Kosten können durch den Verkauf von Medienartikeln, das Veranlassen von Erstattungen oder das Einstellen großer Angebotsmengen (> 2 Millionen aktive SKUs auf Nicht-Medienartikel) anfallen. Weitere Details hierzu findest du weiter unten im Beitrag.
  • Optionale Kosten entstehen durch das Schalten von PPC-Kampagnen sowie durch die Nutzung von Amazons Logistik- und Fulfillment-Dienst FBA („Versand durch Amazon“). Diese Dienste stellen jedoch weniger belastende Ausgaben dar; vielmehr können sie das eigene Geschäft optimieren und profitabler gestalten, wie wir in unserem Beitrag über Amazon FBA erläutern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Amazons Gebührenstruktur grundsätzlich überschaubar und sehr gut aufgeschlüsselt, d.h. transparent ist. Doch gerade für Anfänger und Verkäufer, die in mehreren Kategorien Angebote schalten und FBA nutzen, können die Kosten schnell unübersichtlich werden und gefühlt Überhand nehmen. Deshalb gibt es zum einen diese Beitrag, damit du dich entsprechend vorbereiten kannst, und zum anderen den Amazon Gebührenrechner für alle, die FBA nutzen.

Wichtig: Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg auf der Plattform ist die Optimierung der Amazon Produktbeschreibung, und das Verständnis dafür, wie der Amazon Algorithmus dein Listing rankt. Wer einen Amazon-Seller-Account erstellen möchte, sollte sich auch mit der richtigen Strategie beim Produktlaunch und beim Produkte hochladen vertraut machen.

Gebühren zahlen und bezahlt werden: So funktioniert’s

Bei der Einrichtung deines Verkäuferkontos gibst du deine Kreditkartennummer und dein Bankkonto an. Sämtliche Gebühren, die an Amazon zu zahlen sind, werden künftig automatisch einbezogen, indem Amazon deine Kreditkarte belastet. Die Erlöse aus deinen Verkäufen bekommst du auf das Bankkonto ausgezahlt.

auszahlungen und gebührenzahlung bei amazon

Grundgebühr für dein Verkäuferkonto (= Verkaufstarif)

Wenn du Produkte auf Amazon verkaufen möchtest, musst du dich zuallererst für ein Verkäuferkonto registrieren. Hierbei hast du die Wahl zwischen zwei verschiedenen Kontotypen: Du kannst entweder ein Basis-Konto einrichten, wenn du Einzelanbieter bzw. Hobby-Verkäufer bist, oder dich für ein professionelles Konto entscheiden.

Wenn du vorhast, ein ernsthaftes Amazon Business aufzubauen und ordentlich Umsatz machen willst, brauchst du auf jeden Fall ein professionelles Konto. Das Basis-Konto ist nämlich auf maximal 40 Artikel pro Monat beschränkt und weist auch sonst erhebliche Limitationen auf.
Es kann Sinn machen, sich zunächst als Einzelanbieter anzumelden, um Zeit zu gewinnen, um sich auf der Plattform zurechtzufinden und zu etablieren, doch früher oder später wird jeder ambitionierte Verkäufer auf den professionellen Tarif wechseln wollen.
Diesen Wechsel kannst du ganz leicht im Seller Central unter deinen Einstellungen (Informationen zum Verkäuferkonto) vornehmen.

Einzelanbieter Professionell
  • Fixe Kosten im Monat: 0 €
  • Gebühr für jeden Verkauf: 0,99 € zzgl. MwSt.
  • Plus Verkaufsgebühr pro Artikel: Variabel zwischen 7 und 15% (siehe Tabelle)
  • Begrenzt auf 40 Verkäufe pro Monat
  • Keine Werbung möglich
  • Perfekt für Starter
  • Fixe Kosten im Monat: 39 € zzgl. MwSt.
    …..
  • Plus Verkaufsgebühr pro Artikel: Variabel zwischen 7 und 15% (siehe Tabelle)
  • Beliebig viele Verkäufe pro Monat
  • Werbung möglich
  • Keine Limitationen

Vermittlungsgebühr (= prozentuale Verkaufsgebühr)

Zusätzlich zur Grundgebühr wird eine Provision für jeden verkauften Artikel fällig. Diese beträgt in den allermeisten Kategorien 30 Cent oder einen festgelegten Prozentsatz, je nachdem, welcher Wert höher ist.

Die prozentuale Gebühr bewegt sich in den meisten Fällen zwischen 7 % und 15 % auf den Gesamtverkaufspreis*, bei Schmuck liegt sie bei 20%. Eine Ausnahme bildet der Verkauf von Zubehör für Amazon-Geräte wie die Sprachassistentin „Alexa“, wo die Verkaufsprovision stolze 45 % beträgt – ein kluger Schachzug, denn damit macht die Plattform diese Nische für Wettbewerber unattraktiv.

*Der Gesamtverkaufspreis ist die Geldsumme, die du vom Käufer erhältst, also der Artikelpreis + evtll. Versandkosten + evtll. Kosten für eine Geschenkverpackung.

Hier findest du eine Übersicht der prozentualen Verkaufsgebühren für die gängigsten Kategorien (Stand Dezember 2025):

Kategorien Prozentuale Verkaufsgebühr Mindestverkaufsgebühr pro Artikel
Beauty, Drogerie & Körperpflege • 8 % für Produkte mit einem Gesamtverkaufspreis von bis zu 10,00 €
15 % für Produkte mit einem Gesamtverkaufspreis von über 10,00 €
0,30 €
Bier, Wein und Spirituosen 10 % 0,30 €
Bücher, Musik, Videos und DVDs 15 % nicht zutreffend
Auto & Motorrad • 15 % auf den Anteil des Gesamtpreises von bis 50,00 €
• 9 % auf den jeweiligen Anteil des Gesamtpreises über 50,00 €
0,30 €
Reifen 7 % 0,30 €
Bekleidung & Accessoires • 8 % für ein beliebiges Sortiment mit einem Gesamtpreis von bis zu 15,00 €
• 15 % für ein beliebiges Sortiment mit einem Gesamtpreis von über 15,00 €
0,30 €
Brillen, Schuhe, Taschen & Koffer 15% 0,30 €
Elektronik, Computer & Geräte 7 % 0,30 €
Elektronik-Zubehör  • 15 % auf den Anteil des Gesamtpreises von bis zu 100,00 €
• 8 % auf den Anteil des Gesamtpreises über 100,00 €
 
Zubehör für Amazon-Geräte 45 % 0,30 €
Baumarkt & Werkzeuge 13 % 0,30 €
Möbel • 15 % auf den Anteil des Gesamtpreises von bis zu 200,00 €
• 
10 % auf den Anteil des Gesamtpreises über 200,00 €
0,30 €
Matratzen 15 % 0,30 €
Lebensmittel & Feinkost • 8 % für Produkte mit einem Gesamtverkaufspreis von bis zu 10,00 €
• 
15 % für Produkte mit einem Gesamtverkaufspreis von über 10,00 €
nicht zutreffend
Babyprodukte • 8 % auf Produkte mit einem Gesamtpreis von bis zu 10,00 €
15 % auf Produkte mit einem Gesamtpreis von über 10,00 €
0,30 €
Schmuck • 20 % für den Anteil des Gesamtverkaufspreises bis zu 250,00 €
5 % auf den jeweiligen Anteil des Gesamtverkaufspreises über 250,00 €
0,30 €
Sport & Freizeit
* Ausnahme: Fahrradzubehör
15 %
* 8 %
0,30 €
Haustierbedarf, Garten 15 % 0,30 €
Haushalt & Küche 15 % 0,30 €
Bürobedarf 15 % 0,30 €

Falls du kunsthandwerkliche Produkte über Amazon Handmade anbieten willst, zahlst du keine Grundgebühr (dennoch gelten die Bedingungen des professionellen Verkaufstarifes), lediglich eine Gebühr von 12 % auf jeden verkauften Artikel.

Eine exakte Auflistung der Verkaufsgebühren für alle Kategorien findest du bei Amazon selbst.

kategorien navigieren auf amazonSonstige Gebühren

Jeder Verkäufer auf Amazon muss die Tarifgebühren und die prozentualen Verkaufsgebühren zahlen. Weitere Gebühren sind fallabhängig. Hier stelle ich dir 4 Fälle vor, in denen du weitere Gebühren zahlen musst.

Abschlussgebühr pro verkauftem Medienartikel

Wer Lesestoff, Musik, Filme, Videospiele und weitere Medienprodukte auf Amazon verkauft, muss zusätzlich eine Abschlussgebühr bezahlen:

  • Bücher: 1,01 €
  • Musik: 0,81 €
  • DVDs und Videos: 0,81 €
  • Videospiele und Zubehör: 0,81 €

Monatliche Gebühr für das Einstellen großer Angebotsmengen

Wer im Monat mehr als 2 Millionen SKUs (Nicht-Medienprodukte) anbietet, muss für jede aktive Nicht-Medien-SKU über diesem Schwellenwert eine Gebühr von 0,0004 € zahlen. Beispiel: Wenn du im Monat 2,5 Millionen SKUs für Nicht-Medienprodukte aktiviert hast, musst du auf die Gebühr für die 500.000 SKUs über der 2 Millionen-Grenze zahlen. Das wären (500.000 x 0,0004) € = 200 €.

Bearbeitungsgebühr für Erstattungen

Fordert ein Kunde eine Erstattung an, weil er eine Bestellung storniert, die er bereits bezahlt hat, erstattest du ihm den Gesamtverkaufspreis. Allerdings hast du deine Gebühren bereits an Amazon entrichtet. Die Verkaufsgebühr bekommst du daher erstattet, allerdings nicht komplett, da Amazon dir 20% der berechneten Verkaufsgebühr, höchstens aber 5 €, abzieht.

Beträgt der zu erstattende Gesamtbetrag beispielsweise 100 € für einen Artikel in einer Kategorie, bei der die prozentuale Verkaufsgebühr 15 % beträgt, wird dir folgende Bearbeitungsgebühr von Amazon berechnet: 20 % x (15 % x 100 €) = 20 % x 15 € = 3 €. Sprich: Du bekommst 15 € – 3 € = 12 € von Amazon erstattet und hast einen Verlust von 3 € gemacht. 

Digitale Dienstleistungen

Wenn du zwar in Deutschland niedergelassen bist, aber in den Amazon Stores in UK, Frankreich, Italien oder Spanien digitale Dienstleistungen verkaufst, musst du eine Gebühr in Höhe der von den jeweiligen Regierungen erhobenen Digitalsteuer bezahlen.

Die Gebühr beträgt 2 % auf die Verkaufsgebühren. Sprich: Du bietest eine digitale Dienstleistung für 20 € an und zahlst eine prozentuale Verkaufsgebühr von 3 € (15 % von 20 €). Nun musst du zusätzlich 2 % der Verkaufsgebühr von 3 €, also 0,06 € entrichten. 

Optionale Kosten

Wenn du mehr Informationen zu den FBA-Gebühren haben willst, kannst du dir in unserem Beitrag zum Fulfillment by Amazon-Programm mehr Informationen holen. Die Teilnahme an diesem Programm ist zwar optional, doch zahlst du als Amazon-Verkäufer immer Lager- und Versandgebühren – nur fallen diese unterschiedlich aus, wenn du z.B. einen anderen Fulfillment-Dienstleister nutzt oder alles selbst übernimmst. Sprich: Um diese Kosten kommst du als Online-Händler nicht drumherum; wie hoch sie ausfallen, liegt jedoch ein wenig in deiner Hand.

Für die Werbung auf Amazon gibt es keine andere Möglichkeit, als den hauseigenen Service Amazon Advertising zu nutzen. Die Kosten für deine PPC-Kampagnen können sehr variabel ausfallen, weshalb du ein Budget festlegst, das quasi als Obergrenze deiner täglichen Ausgaben dient.

bei rücksendung erstattung anfordern

Strategien zur Reduzierung der Amazon Verkaufskosten

Leider kommst du nicht drumherum, als Verkäufer auf Amazon Gebühren zu zahlen. Das ist auch verständlich und fair, deshalb möchten wir uns auch gar nicht dagegen aussprechen. Um deine Profitabilität hoch zu halten, ist die Kostensenkung jedoch immer eine wichtige Maßnahme. Und ganz wichtig ist, dass du wegen ein paar kleinen Fehlern nicht unnötig hohe Gebühren zahlst. Hier sind unsere Top-Strategien zur Senkung der Amazon Verkaufsgebühren. 

Kluge FBA-Strategien nutzen

Mit dem Fulfillment by Amazon (FBA)-Programm kümmert sich Amazon um Lagerung, Versand und Retouren-Management deiner Artikel. Zwar musst du für diesen Service Gebühren zahlen – sowohl eine Versandgebühr pro Artikel als auch eine monatliche Lagergebühr pro Kubikmeter – aber für viele Verkäufer ist diese Lösung aufgrund strenger Lieferfristen und Ranking- bzw- Conversion-Vorteile unentbehrlich.

Selbst wenn die FBA-Gebühren zunächst hoch erscheinen, kann der Service langfristig Kosten sparen, da Lagerung, Versand und Retourenmanagement optimiert werden. Dies gilt aber nicht in allen Fällen, denn bei niedrigem Lagerumschlag, bei Artikeln in Übergröße bzw. Übergewicht oder bei hohen Retourenquoten kann FBA mehr Kosten generieren als das FBM-Modell. Das gilt auch für den Fall, dass deine unternehmsninterne Versandlogistik bereits etabliert und optimiert ist.

Montoring von Lagerbeständen

Ein effizientes Bestandsmanagement verhindert Überbestände, die zu zusätzlichen Lagergebühren führen können. Bei Amazon FBA solltest du anfangs kleinere Mengen lagern, die Verkaufszahlen überwachen und Nachlieferungen an das Logistikzentrum entsprechend anpassen, um einen optimalen Lagerbestand zu erzielen.

Natürlich willst du auch nicht, dass dein Produkt out of stock geht. Sende deshalb lieber häufiger kleine Mengen an das Logistikzentrum, damit du rechtzeitig aufstockst, ohne Gefahr zu laufen, dass deine Produkte in großer Menge liegen bleiben und unnötig Kosten generieren. Denn: Nach 240 Tagen zahlst du einen Aufschlag für die Lagerung! Dann wird eine Remission empfohlen. Nutze die Möglichkeit, unerwünschte oder schlecht verkäufliche Produkte rechtzeitig an dich zurückzusenden, um Amazons Langzeitlagergebühren zu vermeiden.

Erhöhte Gebühren in der Vorweihnachtszeit beachten

Zwischen Oktober und Dezember liegen die FBA-Lagergebühren um bis zu 12 € pro Kubikmeter und Monat höher. Das liegt mit der Vorweihnachtszeit, dem gestiegenen Konsum und der höheren Nachfrage nach Lagerplatz zusammen. Wenn du nicht sonderlich vom Weihnachtsgeschäft profitierst, weil du z.B. Sommerklamotten, sommerliche Lifestyle-Produkte oder Gartenzubehör anbietest, kann es Sinn machen, deinen Lagerbestand während jener Zeit zu reduzieren bzw. erst im Januar wieder aufzufüllen.

Erstattungen vermeiden

Wenn ein Kunde ein Produkt zurückschickt und du ihm den vollen Preis erstattest, erhältst du Amazons Vermittlungsgebühr zwar zurück, aber es wird auch eine Verwaltungsgebühr von bis zu 5 € fällig. Das kann zu entscheidenden Verlusten führen, wenn deine Retourenquote hoch ist. Arbeite deshalb an der Qualität deiner Produkte und an klaren Produktbeschreibungen, um Fehlkäufe zu minimieren.

Opportunitätskosten beachten

Bei der Abwägung, welche Services du in Anspruch nimmst und welche du möglicherweise links liegen lässt, solltest du auch die Opportunitätskosten in Betracht ziehen. Diese umfassen die „Kosten für versäumte Einnahmen„. Wenn ein Marktstandbetreiber beispielsweise aufgrund von Krankheit einen Verkaufstag auslässt, entgehen ihm potenzielle Einnahmen, die er fest eingeplant hast.

Im Zusammenhang mit Amazon entstehen ähnliche Kosten, wenn du z.B. FBA nicht nutzt. Während du zwar die FBA-Gebühren sparst, könnte dir deshalb ein Teil deiner Kunden entgehen, die sich lieber für Produkte entscheiden, die verlässlich über Amazon versendet werden. Daher gilt es abzuwägen, wie wichtig der Vertrauensvorschuss, den der Versand durch Amazon bietet, in deinem Marktsegment ist, und wie viele Wettbewerber dir in dieser Hinsicht bereits überlegen sind.

Zur Klassifikation deiner Produkte

Achtung: Die richtige Zuordnung deiner SKUs zu einer Produktkategorie ist sehr wichtig. Versuche bloß nicht, ein Produkt in eine „falsche“ Kategorie mit niedrigeren Verkaufsgebühren einzuordnen – in dem Fall riskierst du nämlich den Unmut deiner Kunden, die sich über irreführende Produktinformationen beklagen könnten.

Zudem bekommst du Probleme mit Amazon und im schlimmsten Fall wird dein Verkäuferkonto geschlossen.
Weiterhin hat die richtige Zuweisung zu einer passenden, intuitiven Kategorie starke Auswirkungen auf deine Sichtbarkeit und deinen Bestseller-Rang

Beispiel: Laptop-Taschen gehören bei Amazon zur Kategorie Brillen, Schuhe, Taschen & Koffer mit einer 15 %-igen Verkaufsgebühr. Du solltest deine Laptop-Tasche nicht zur Kategorie „Laptops“ zuweisen, obwohl hier nur 7 % Verkaufsgebühr berechnet werden.

Wie du also siehst, halten sich die möglichen Strategien zur Senkung der von Amazon erhobenen Verkaufsgebühren in Grenzen. Einen größeren Spielraum genießen diejenigen Verkäufer, die Amazon FBA nutzen. Doch an den Gebühren, die du für dein Seller-Konto sowie für jeden erfolgten Verkauf zahlst, kannst du wenig rütteln. Und versuche bloß nicht, Amazon oder deine Zielgruppe auszutricksen!

Umso wichtiger ist es, ganz zu Anfang eine Kostenaufstellung zu machen und zusätzlich zu den Beschaffungskosten deiner Produkte (Produktion, Ankauf, Lieferung, Importsteuern etc.) die Amazon Gebühren und FBA-Kosten mit einzuberechnen, um eine realistische Umsatzprognose treffen zu können.

gebühren senken und einnahmen steigernFazit zu den Amazon Verkaufsgebühren

Die Verkaufsgebühren auf Amazon sind ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells der Plattform. Sie haben zweifelsohne einen Einfluss auf die Rentabilität, doch lässt sich ihre Höhe nicht beeinflussen. Ausnahmen von der Gebührenpflicht gibt es ebenso wenig: Alle Seller sind derselben Preisstruktur unterlegen.

Während die Verkaufskosten auf den ersten Blick umfangreich und kompliziert erscheinen mögen, lohnt es sich, die Gebührenarten und deren Einfluss auf deine Gesamtwirtschaftlichkeit genau zu analysieren. 

Die strategische Entscheidung zwischen dem Basistarif und dem professionellen Tarif sollte sich zunächst an deinem Verkaufsvolumen orientieren: Hast du vor, ein ernsthaftes Amazon Business aufzuziehen und große Mengen zu verkaufen? Dann brauchst du ein professionelles Verkäuferkonto für 39 € monatlich – du kannst jedoch mit dem Basistarif starten, während du die Plattform kennenlernst und deinen Produktkatalog zusammenstellst.

Die präzise Kategorisierung deiner Produkte ist ein nächster wichtiger Schritt, der die Verkaufsgebühren beeinflusst. Für Elektronische Geräte, Fahrradzubehör, Reifen und Videospielkonsolen berechnet Amazon mit 7 % bzw. 8 % die niedrigste Provision. Die meisten anderen Kategorien, insbesondere für Produkte des Heim-, Alltags- und Freizeitbedarfs, sind mit einer Provision von 15 % behaftet. Beim Verkauf von Medienartikeln wird zusätzlich eine Abschlussgebühr pro Artikel fällig.

Optionale gebührenpflichtige Programme wie das beliebte Fulfillment by Amazon (FBA) können dir langfristig Vorteile bieten, indem sie den Verkauf effizienter gestalten und den Verwaltungsaufwand minimieren. Ebenso verhält es sich mit den Werbekosten: Wer auf Amazon Pay-per-Click-Anzeigen schaltet, kann trotz der vermehrten Ausgaben den Profit steigern.

Indem du alle Aspekte der Verkaufsgebühren im Voraus berücksichtigst, eine klare Kostenaufstellung machst, darauf basierend eine Strategie zur Profitmaximierung entwickelst und „Strafzahlungen“ durch Retouren oder Altbestand im FBA-Lager vermeidest, behältst du die perfekte Kontrolle über deine Ausgaben und erlebst keine bösen Überraschungen.

Letztendlich ist Amazon für die allermeisten Verkäufer trotz der damit verbundenen Gebühren hoch rentabel. Wenn du möglichst schnell dort hin gelangen willst, wo deine Wettbewerber schon sind, und deine Konkurrenz zukünftig sogar hinter dir lassen möchtest, dann kontaktiere uns.
Als etablierte Amazon Agentur kümmern wir uns um deine PPC-Kampagnen, deine Suchmaschinenoptimierung, deine Produktverwaltung und gerne auch um deinen gesamten Seller Account. Dein Erstgespräch mit uns ist völlig unverbindlich!

Tobias Dziuba

Mein Name ist Tobias und ich bin Gründer & Geschäftsführer der Amazon Agentur Adsmasters GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

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