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🕑 20 Min. Lesezeit  ·  Von Tobias Dziuba  ·  Aktualisiert am 17. Oktober 2026
Kurz zusammengefasst

Ein Amazon Listing ist die Angebotsseite eines Produkts und beeinflusst sowohl Kunden als auch den Ranking-Algorithmus. Ein professionelles Listing braucht einen keywordoptimierten Titel, aussagekräftige Bullet Points, gute Produktbilder und Videos, Backend-Keywords, A+ Content und Bewertungen. Der Beitrag erklärt außerdem den Unterschied der Verkaufstarife Professionell und Einzelanbieter beim Einstellen von Produkten und gibt Tipps zu Keyword-Recherche, Styleguides und mobiler Optimierung.

Tobias Dziuba, Gründer AdsMasters

✓ ExpertengeprüftTobias DziubaGründer & Geschäftsführer der AdsMasters GmbH. Betreut mit seinem Team Amazon-Accounts wie Red Bull, Clementoni und Rotkäppchen-Mumm mit über 150 Millionen Euro Jahresumsatz auf Amazon.Zum Profil →

Die Produktdetailseiten auf Amazon sind das, was die eCommerce-Plattform zusammenhält. Sie sind die Grundlage der Verkaufsaktivitäten von Sellern und Vendoren, und der Ort, wo Suchende zu Kunden werden. Hier finden die alles entscheidenden Klicks auf den Kaufen-Button statt; hier entscheidet sich die Conversion und der Umsatz.

Ohne Listing kannst du auf Amazon nicht verkaufen. Doch „Haben“ reicht in diesem Fall nicht: Mit einem mittelmäßigen Listing wirst du niemals eine Chance haben, dich gegen die riesige Konkurrenz durchzusetzen!

Deshalb möchte ich dir heute aufzeigen, wie du von Anfang an optimierte Listings erstellen kannst. Du erfährst, was alles zu einer guten Produktdetailseite gehört, und wie du sicherstellst, dass dein Angebot konvertiert.

Lass uns anfangen!

Wie stelle ich bei Amazon neue Produkte ein?

Bevor du ein Produkt bei Amazon verkaufen kannst, musst du ein Angebot erstellen.

Sollte bereits ein anderer Verkäufer dasselbe Produkt bei Amazon verkaufen (= Reselling von Fremdmarkenartikeln), hängst du dich an das bestehende Listing dran. In dem Fall musst dich nicht um Keywords, SEO oder Produktbilder kümmern.
Stattdessen trägst du den Zustand deines Produkts, den Preis, den Lagerbestand und dein Liefermodell ein, damit dein Angebot den bestehenden Angeboten beigefügt wird. Ab sofort stehst du mit den anderen Verkäufern im Konkurrenzkampf um die BuyBox, wobei das kontinuierliche Repricing deine stärkste Waffe sein wird. 

Falls die EAN/GTIN, die dein Produkt zugewiesen bekommen hat, noch nicht im Amazon-Katalog hinterlegt wurde, legst du ein neues Listing an. Das ist der Fall, wenn du
a)
der erste bist, der dieses Angebot auf den deutschen Markt bringt
b) ein einzigartiges, neu entwickeltes Eigenmarkenprodukt (=
Private Label) vertreibst. 

Wie sieht ein professionelles Amazon Listing aus?

Amazon Listings unterscheiden sich leicht voneinander, je nach Art der angebotenen Produkte. Allerdings gibt es ein paar entscheidende Elemente, die jede Produktdetailseite enthält und sie in gewisser Weise standardisiert und vergleichbar macht. Manche Elemente sind vorgeschrieben, während andere wiederum optional sind. Hier entsteht dann die eigentliche Differenzierung.

elemente einer produktdetailseite

Bestandteile eines Listings: (1) Titel, (2) Preis, (3) BuyBox, (4) Variantenauswahl, (5) Bildergalerie, (6) KI-Überblick

Hier sind alle Bestandteile eines optimierten Amazon Listings:

  • Suchmaschinenoptimierter Produkttitel
  • Byline mit Link zur Händler-Storefront oder zum Brand Store
  • Guter Bewertungsdurchschnitt von mind. 4,3
  • Attraktiver Preis und kundenfreundliche Retourenpolitik
  • BuyBox mit Preis, Lieferangaben, Mengenauswahl, Kaufen-Button, Verkäuferinfos etc.
  • evtll. BuyBox für SparAbo oder Angebotspreis und weitere Angebote von anderen Verkäufern
  • Variantenauswahl (z.B. Größe, Farbe, Konzentration, Version…)
  • Produktbilder und Videos
  • Frag Rufus – KI-Produktinformationen
  • Verständliche und aussagekräftige Bullet Points unter „Info zu diesem Artikel“
  • Weitere Produktinformationen im Überblick
  • Amazon Empfehlungen, Verwandte / Ergänzende Produkte und Werbeanzeigen
  • evtll. Brand Story
  • Produktbeschreibung oder evtll. A+ Content unter „Produktinformationen“
  • Technische Informationen unter „Produktdaten“
  • evtll. Influencer Produktempfehlungen unter „Produktvideos“
  • Produktbewertungen unter „Kundenrezensionen“

Was brauchst du alles, bevor du dein Listing erstellen kannst?

Wer unvorbereitet eine neue Produktdetailseite erstellt und dann unvollständig veröffentlicht, verliert wertvolle Verkaufspotenziale in der Launch-Phase. Deshalb solltest du einige Vorarbeiten leisten, damit dein Listing ganz schnell erstellt werden kann. Anerkannte SEO Tools und FBA Tools wie Helium10, Jungle Scout, Amalytix und DataDive helfen dir dabei.

Hier ist eine Liste von allem, was du bei der Listing-Erstellung parat haben musst:

  • Produktfotos vor weißem Hintergrund
  • Infografiken
  • Lifestyle-Bilder
  • Videos (zu USPs, Anwendung, Installation…)
  • Keywordliste für Frontend- und Backend-Keywords
  • Eventuell bereits ausgearbeitete, SEO-optimierte Texte (Titel, Bullet Points, Beschreibung)
  • Datenblatt mit Produktangaben, technischen Details, Abmessungen usw.
  • Preis und Angebotsstrategie 

Kann eine Amazon Agentur mit den Listings helfen?

Professionelle Listings für Amazon zu erstellen ist ein erheblicher Zeitaufwand. Doch nicht nur das: Es erfordert viel Mühe, bis man alle SEO-Aspekte berücksichtigt hat. Daher entscheiden sich viele Unternehmen dazu, diese Arbeit nicht alleine zu stemmen. Insbesondere dann, wenn ein komplett neues Produktsortiment mit vielen Listings aufgesetzt werden soll, oder wenn kritische Launchphasen bevorstehen, rechnet es sich, Hilfe von außerhalb anzufordern.

Als SEO-Agentur für Amazon helfen wir bei AdsMasters mit den folgenden Leistungen:

  • Amazon Keyword Recherche: Die wichtigsten Keywords werden mithilfe bewährter Strategien und Tools ermittelt. Dann implementieren wir diese in die Optimierung deiner Inhalte.
  • Amazon Listing Optimierung: Wir wissen, wie entscheidend ein optimiertes Listing für Verkäufer ist. Wir erstellen neue und überarbeiten bestehende Listings dahingehend, dass sie maximale Sichtbarkeit erhalten.
  • Amazon Produktbilder Optimierung: Wir fertigen professionelle Mediendateien für dich an, die dein Produkt ideal repräsentieren und den Menschen gute Kaufargumente liefern.
  • Conversion Rate Optimierung: Wir sorgen dafür, dass deine Listings durch die richtigen Produktinfos, Bilder, A+-Inhalte und Bewertungen konvertieren. Hierzu führen wir auch A/B-Tests durch, um die magische Formel zu finden.
  • Amazon PPC: Die organischen Platzierungen können wir durch das Schalten von PPC-Kampagnen positiv beeinflussen. Zudem stellen wir sicher, dass wenig Fremdwerbung auf deinem Listing stattfindet.
  • Amazon Launch-Strategie: Eine besondere Bedeutung hat die Launchphase, in der das Produkt künstlich von Amazon gepusht wird. Eine Launch-Strategie ist unerlässlich, um die kritischen ersten Tage auszunutzen.
  • Amazon Internationalisierung: Mit unserer Hilfe kannst du den Vertrieb später auf internationale Amazon-Marketplaces ausweiten.

Wir arbeiten mit unseren Kunden entweder auf Projektbasis oder langfristig zusammen. Wer unseren Amazon Full Service anfordert, erhält alle unsere Dienstleistungen in Form einer kompletten Account-Betreuung, die dein Team sorgenfrei lässt. Gerne können wir aber auch nur deine SEO übernehmen und Listings für dich erstellen.

Schreibe uns einfach eine Nachricht und wir führen bei dir ein kostenloses Audit durch, um den Ist-Zustand kennenzulernen und alle Verbesserungspotenziale ausfindig zu machen.

So erstellst du ein Amazon Listing Schritt für Schritt

Im Seller Central kannst du unter Katalog → Produkt hinzufügen ein neues Listing erstellen. Klicke auf Leeres Formular, wenn du Private Label-Händler bist und die EAN/GTIN von deinem Produkt noch nicht im Amazon-Katalog hinterlegt ist.

Produktidentität

Unter Artikelname gibst du den (bestenfalls schon vorbereiteten) Titel ein. Daraufhin sucht Amazon unter Produkttyp eine passende Kategorie aus, die du bestätigen oder ändern kannst.

Auf der nächsten Seite musst du bei Varianten ein Häkchen setzen, wenn dein Produkt in verschiedenen Ausführungen angeboten werden soll. Du kannst dann eine Parent-ASIN und mehrere Child-ASINs erstellen. Amazon fragt dich, bei welchen Attributen sich die Varianten voneinander unterscheiden: Größe, Farbe, Gewicht, Modellnummer, Material, Anzahl der Artikel etc.
Ganz wichtig ist, dass du das später nicht mehr ändern kannst! Wenn du also davon ausgehst, dass du das Produkt irgendwann einmal leicht abgeändert anbieten wirst, solltest du dir hier alle Möglichkeiten offen halten und dein aktuelles Produkt als Produktvariante anlegen. 

Gib anschließend den Namen deiner Marke ein. Wählst du aus, dass das Produkt keinen Markennamen hat, wird dein Produkt als Generisch eingestuft.
Ich rate dir, hier immer einen Namen einzugeben
– selbst wenn deine Marke nicht beim Deutschen Marken- und Patentamt registriert ist und du dies auch nicht vorhast. Dieses Vorgehen ermögtlicht es dir, eine eigene Händler-Storefront zu führen, wo alle deine Produkte ersichtlich sind. Zudem erwecken Markennamen mehr Vertrauen als der Zusatz Generisch.

Unter Externe Produkt-ID gibst du schließlich deine GTIN- oder EAN-Nummer ein (es sei denn, dein Produkt ist von der Kennzeichnung befreit). 

produktidentität daten eingebenBeschreibung

Auf der folgenden Seite fügst du die Produktbeschreibung ein, die du im besten Fall auch schon mithilfe eines SEO-Tools vorbereitet hast. Die Beschreibung ist für dein Ranking gar nicht mal so wichtig und wird später wahrscheinlich durch deinen A+-Content ersetzt; doch fordert Amazon zur Erstellung des Listings diese Beschreibung ein.

Anschließend fügst du die Aufzählungspunkte hinzu, welche die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale deines Produkts in knackiger, übersichtlicher Form präsentieren. Die Bullet Points haben bekanntlich einen großen Einfluss auf die Conversion deines Listings, da sie an gut sichtbarer Stelle relativ weit oben platziert sind und als erstes von den Besuchern wahrgenommen werden.

Daraufhin lädst du deine Fotos hoch und entscheidest, welches das Hauptbild sein soll. Das Hauptbild darf nicht willkürlich sein: Es muss die Vorderseite des Produkts vor einem reinweißen Hintergrund anzeigen, wobei der Artikel 85% des Bildausschnitts ausfüllen soll. Das Bild darf keinen Text, keine Zubehörteile, kein Logo und keine Lifestyle-Szenen zeigen.

Für die restlichen Bilder empfehle ich:

  • Detailansichten des Produkts aus allen relevanten Blickwinkeln
  • Infografiken, auf denen die wichtigsten USPs klar zu erkennen sind
  • Emotionsgeladene Lifestyle- oder Anwendungsbilder mit Menschen
  • Größenbild mit den genauen Abmessungen

Beschreibung Bullet Points Produktbilder hochladen

Produktdetails

Auf der folgenden Seite gibst du die grundlegenden Informationen zum Produkt ein wie z.B. Modellname, Material, Farbe, Altersklasse, enthaltene Komponenten, Abmessungen usw. Welche Produktdetails abgefragt werden, variiert je nach Produkttyp.

Variationen

Falls du dein Produkt als Parent-ASIN anlegst, musst du in diesem Schritt alle aktuell bestehenden Varianten angeben. Hier kannst du auch nochmal die Attribute ändern oder ein weiteres Attribut, bei dem sich deine Produkte voneinander unterscheiden, hinzufügen. Listings von Sellern können maximal 2 Variationstypen aufweisen.

Alle deine angelegten Varianten erscheinen unten in einer Liste, die mit weiteren Angaben zu füllen ist: Externe Produkt-ID, Bilder, Preis usw.

Angebot

Hier legst du die Menge an enthaltenen Artikeln fest (wenn du ein 3-er Set verkaufst, muss hier „3“ stehen) und gibst deinen Preis an. Gibst du unter Listenpreis mit Steuern einen höheren Preis an, entsteht automatisch ein Streichpreis, der darauf hindeutet, dass es sich um ein Schnäppchen handelt, welches günstiger ist als die unverbindliche Preisempfehlung.

Im Folgenden fällt die Entscheidung über den Versandkanal, also ob du Amazon als Fulfillment-Partner nutzt oder dich selbst darum kümmerst. Du gibst die Paket-Abmessungen und das Paket-Gewicht an und schließlich wählst du aus, ob das Angebot auch auf Amazons internationalen Marktplätzen (Großbritannien, Frankreich, Spanien, Niederlande, Schweden…) geschaltet werden soll.

Sicherheit und Einhaltung von Regeln

Im letzten Schritt möchte Amazon weitere Angaben zum Ursprungsland, zur Garantie, zu etwaigen Gefahrgutvorschriften, zu etwaigen Warnhinweisen und zum Artikelgewicht haben. Dieses Formular variiert je nach Produkttyp.

Anschließend kannst du den Entwurf speichern oder zur Revision abschicken. Sobald Amazon dein Listing genehmigt hat, kannst du es zunächst noch auf Inaktiv schalten, um weitere Optimierungen vorzunehmen und den perfekten Launch-Zeitpunkt abzuwarten.

A+ Inhalte

Falls deine Marke in der Brand Registry hinterlegt ist und du von Amazon die Genehmigung für A+ Content erhalten hast, kannst du den A+-Inhaltsmanager öffnen und auf den Button Erstellen Sie Inhalte für A+ klicken.

Nun wählst du aus, welche Module du deinem Listing hinzufügen willst. Es gibt verschiedene Bild-Text-Kombis, Vergleichstabellen, die Brand Story – und neuerdings sind auch Premium A+-Inhalte für alle Seller kostenlos zugänglich. Das heißt: Du kannst auch Videos oder Karussells mit Bild und Text einfügen und bis zu 7 Module nutzen, die sich beliebig anordnen lassen.

Zum Schluss verknüpfst du den A+ Content mit den zugehörigen ASINs (z.B. kannst du für verschiedene Produktvarianten den gleichen A+-Content nutzen) und klickst auf Überprüfen und Absenden, da der Inhalt von Amazon genehmigt werden muss.

a+ module hinzufügen und gestaltenVideos

Videos sind ein wichtiger Bestandteil von Listings – zumindest bei Produkten, die einer detaillierteren Erklärung bedürfen oder bei denen der Entscheidungsweg länger ausfällt.

Unter Produkt hinzufügen kannst du nur Fotos hochladen. Deshalb musst du nach der Listing-Erstellung auf Katalog → Video hinzufügen klicken. Nun kannst du ein oder mehrere Videos hochladen und diese mit bestimmten ASINs verknüpfen. Auch hier gilt: Ein Video kann für mehrere ASINs (z.B. Varianten oder sehr ähnliche Produkte derselben Marke) verwendet werden.

Videos erscheinen aber nicht nur in der Galerie an siebter Stelle, sondern auch in einem gesonderten Bereich im Produktlisting, wenn sie von sogenannten Amazon Influencern aufgenommen wurden. Dank Amazons Influencer-Programm kannst du Partnerschaften mit beliebten Accounts eingehen und für Empfehlungsvideos bezahlen.

Zudem sind Videos in den Kundenrezensionen möglich, sofern ein Kunde oder ein Vine Produkttester eins freiwillig aufnimmt. 

empfehlungsvideos durch influencer kooperation erhalten

So erstellst du mehrere Listings auf einmal

Nicht immer wirst du den Prozess durchlaufen, den ich hier im Detail beschrieben habe. Falls du ein großes Sortiment hast und viele Produkte auf einmal hinzufügen möchtest, sind die Lagerbestandsdateien dein bester Freund.

Um hierhin zu gelangen, klickst du im Katalog unter Produkte hinzufügen auf Mehrere Artikel hochladen → Tabelle herunterladen → Bieten Sie Produkte an, die derzeit nicht im Amazon Katalog vorhanden sind. Je nachdem, welche Kategorie du auswählst, erhältst du dann eine Excel-Tabelle mit unterschiedlichen leeren Spalte. Hier trägst du alle deine Informationen ein, die du im Listing haben willst. Die Bilder trägst du mittels ihrer URL ein.

Beim Hochladen der ausgefüllten Tabelle ins Seller Central werden für alle eingetragenen Zeilen automatisch Listings  erstellt. Mit der Lagerbestandsdatei kannst du später auch jederzeit Massen-Änderungen vornehmen, ohne, dass du dich bei jedem Listing durch den Editor klicken musst.

neue produkte hinzufügen lagerbestandsdatei

Best Practices für dein Listing

Schauen wir uns nun an, wie du von Anfang an optimierte Texte, Titel und Bilder erstellen kannst, und wie du schnell an Rezensionen kommst, um deine Produktdetailseite mit allen wichtigen Angaben, Keywords und Kaufargumenten zu füllen.

Titel

Im Titel musst du deine wichtigsten Keywords verwenden, die laut der Keywordrecherche die höchste Priorität haben. Meist sind dies die regulären Suchbegriffe und Bezeichnungen für dein Produkt, sowie ein paar Synonyme und die zentralen Eigenschaften.

Eine bewährte Struktur für den Titel ist wie folgt:
Marke + Produkttyp + Hauptmerkmal (Material, Funktion…) + Unterscheidungsmerkmal (Modell/Größe/Menge/Farbe/Variante) + wichtiger Anwendungszweck

Wichtig seit dem 27. Juli 2026: Titel dürfen in allen Kategorien außer Medien nur noch 75 Zeichen inklusive Leerzeichen lang sein. Die Struktur oben passt deshalb meist nicht mehr komplett in den Titel. Marke, Produkttyp, Hauptmerkmal und Variante bleiben im Titel, Anwendungszweck und weitere Merkmale gehören in das neue Feld „Artikel-Highlights“ mit bis zu 125 Zeichen. Alle Details und Beispiele findest du in unserem Beitrag Amazon Titel mit 75 Zeichen.

Immer noch sehe ich viele Titel, die eine Aneinanderreihung von Keywords sind. Keyword-Ketten wie z.B. „Rucksack Wanderrucksack Trekkingrucksack Rucksack Outdoor…“ sind unleserlich und erzielen in der Regel keine hohen Klickraten. Denn: Der Titel soll letztendlich Menschen von deinem Produkt überzeugen, nicht den Algorithmus!

Auch sind werbliche Füllwörter wie „ultra“, „Premium“, „ideal“, „Top“, „Nr.1“ oder „hochwertig“ unnötig, da sie keinen Informationswert liefern und skeptische Personen eher abschrecken.

Nutze keine aufmerksamkeitserregenden Sonderzeichen, trenne Wörter durch Kommas, und schreibe nur die Anfangsbuchstaben von Substantiven groß. Zahlen sind als Ziffern anzugeben.

ein hohes seo ranking ist für eigenmarkeninhaber entscheidend

Beispiele für unterschiedliche Titelarten

Bullet Points

Normalerweise kannst du deinem Listing bis zu 5 Aufzählungspunkte hinzufügen. Aus SEO-Sicht und im Hinblick auf die Conversion kommt den Aufzählungspunkten eine große Bedeutung zu. Sie sind neben Titel und Bildern die wichtigste Informationsquelle und beeinflussen die Kaufentscheidung erheblich.

Bei der Formulierung der Bullet Points versetzt du dich am besten selbst in die Kunden hinein und überlegst, welche Angaben dich von einem Produkt überzeugen würden. Stelle dir z.B. folgende Fragen:

  1. Was macht das Produkt so besonders, dass man ausgerechnet dieses hier kaufen sollte?
  2. Was sind die möglichen Anwendungsgebiete?
  3. Welche Lösungen hält das Produkt für die Probleme der Zielgruppe bereit?

Jeder Bullet Point sollte einen konkreten Kaufvorteil vermitteln. Anstatt einfach nur die Eigenschaften aufzuzählen, solltest du den Lesern klarmachen, was sie davon haben (z.B. „hält Getränke lange heiß oder kalt dank der doppelwandigen Edelstahl-Isolierung“ anstatt „doppelwanding isoliert, aus Edelstahl“).
Sprich: Kläre die Benefits, anstatt einfach nur die Features aufzuzählen!

Spreche pro Bullet Point ein bestimmtes Thema an (Material, Funktionen, Anwendung, Differenzierungsmerkmale, Lieferumfang / Kompatibilität). Auch hier gilt: Lesbarkeit vor Keyword-Dichte! Versuche, deine wichtigsten Schlüsselwörter unterzubringen, ohne dass der natürliche Lesefluss behindert wird.

Und achte darauf, nicht einfach nur den Titel zu wiederholen und zu umschreiben – das kostet dich nur wertvollen Platz und ist aus SEO-Sicht unnötig.

amazon basics bullet points produktdetailseite

Bilder

Grafische Elemente sind unglaublich wichtig. Manche Seitenbesucher lesen sich kaum die Produktinfos durch, sondern schauen sich hauptsächlich die Bilder an und ziehen daraus ihre Kaufentscheidung. Deshalb solltest du in deinen Bildern nochmals visualisieren, was du in deinen Bullet Points herausgearbeitet hast.

Im besten Fall beantwortet jedes Bild eine potenzielle Kundenfrage (Hauptvorteile, Größe, Nutzen, Qualität usw.). Bilder sind sehr effektiv, wenn es darum geht, Unsicherheiten zu beseitigen. In der Galerie hast du Platz für 7 Bilder oder 6 Bilder und 1 Video.

Eine bewährte Struktur ist wie folgt:
– Hauptbild: Klare, attraktive Darstellung des Produkts
– Bild 2: Wichtigstes Verkaufsargument visualisieren
– Bild 3: Produkt in einer realistischen Nutzungssituation zeigen (Lifestyle-Foto)
– Bild 4: Wichtigste Funktionen erklären (Infografik)
– Bild 5: Detailansicht und Qualitätsbeweis (z.B. Material, Verarbeitung, technische Details, Nahaufnahme)
– Bild 6: Größenvergleich
– Bild 7: Lieferumfang

Wichtig ist, dass du in der Galerie keine falschen Erwartungen weckst. Realistische Größenvergleiche, realistisch abgebildete Farben und Details, und realistische Nutzungsszenen (ohne KI-Feeling) sind ganz wichtig, damit die Käufer bei der Lieferung keinen Überraschungseffekt erleben – und dann entweder eine negative Bewretung schreiben oder das Produkt zurückschicken, da es nicht wie abgebildet ist!

Dennoch kannst du reine Produktfotos und Infografiken gerne mit KI optimieren. In diesem Video zeige ich dir, wie es geht:

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Mehr Informationen

Produktbeschreibung / A+ Content

Die Produktbeschreibung, ob in klassischer Form oder als A+ Content, soll nicht einfach die Bullet Points wiederholen, sondern eine Ergänzung dazu sein. Die Beschreibung klärt zwei zentrale Fragen: Warum ist dieses Produkt die richtige Wahl, und warum sollte ich der Marke vertrauen? Sie soll die letzten vorhandenen Zweifel und Kaufbarrieren abbauen.

Wenn du A+ Content nutzt, kannst du mehrere Module mit Videos, Bildern, Texten und Tabellen nutzen, um zusätzlichen Informationswert bereitzustellen.

Ich empfehle dir, die Modulen wie folgt zu nutzen:
– Produktfunktionen und ihre Benefits ausführlicher erklären und in Bildern visualisieren
– Häufige Fragen beantworten zu Passform, Größe, Kompatibilität,
– Unterschiede zu anderen Varianten oder ähnlichen Produkten klären
– Ideale Zielgruppe klären: Für wen eignet sich das Produkt?

Der A+ Bereich dient primär zur Conversionsteigerung, indem er Informationen liefert, Emotionen (v.a. Vertrauen) weckt, und die Markenwahrnehmung formt. Keyword-Stuffing ist hier absolut fehl am Platz und bringt dich in keinster Weise weiter. A+ Content soll eine Entscheidungshilfe in Form von Text und Bild sein. Im besten Fall lieferst du dem Leser alles, was er wissen muss, um sich guten Gewissens für dein Produkt zu entscheiden.

a+ inhalte auf produktlisting für mehr conversion

Bewertungen

Bewertungen sind ein sehr wichtiger Bestandteil deiner Produktdetailseite, doch die Sache hat einen Haken: Du hast so gut wie keinen Einfluss auf diesen Bereich!

In der Launchphase hast du noch den großen Vorteil, dass du dich für das Vine Produkttesterprogramm anmelden kannst. Zwar ist dies kostenpflichtig, doch werden dadurch relativ zuverlässig Rezensionen generiert, die in dieser kritischen Phase deine Conversion steigern.

Hast du schon mehr als 30 Rezensionen oder kannst dich aus anderen Gründen nicht für Vine anmelden, kannst du nur auf die klassischen Maßnahmen der Bewertungsgenerierung zurückgreifen. Davon gibt es leider nicht viele, die a) effektiv und b) regelkonform sind.
Tatsächlich gibt es nur zwei direkte Methoden, um zum Verfassen von Bewertungen zu motivieren:
– Du bittest per standardisierter Amazon-Mail darum, eine Verkäufer- und Produktbewertung abzugeben
– Du bittest mittels (neutral formulierter!) Paketbeilagen um Feedback

amazon rezensionen sternebewertung

Der Unterschied zwischen einem schlecht bewerteten (oben) und einem gut bewerteten (unten) Produkt derselben Kategorie

Werbung / Produktempfehlungen

Ein großer Teil der Produktdetailseite wird von Sponsored Ads und von Produktempfehlungen eingenommen. Manchmal handelt es sich hierbei um mögliches Zubehör, um Ergänzungen und um weitere Varianten aus deiner Produktlinie, doch in den meisten Fällen schlägt Amazon konkurrierende, alternative Produkte vor. Sprich: Das Risiko, dass deine Listing-Besucher noch in letzter Minute abgeworben werden, ist leider sehr hoch!

Die Präsenz von Konkurrenzprodukten auf deinem Listing lässt sich nicht komplett vermeiden. Es gibt jedoch ein paar effektive Maßnahmen, um Fremdwerbung so gut wie möglich zu unterdrücken.

1  Schalte Sponsored Product Ads und richte sie auf dein eigenes Listing aus

Mithilfe des Produkt-Targetings bei Sponsored Product Ads kannst du zumindest einen Teil der Werbeplätze auf der Detailseite mit deinen eigenen Produkten besetzen. Dadurch erscheinen weniger Fremdmarkenprodukte und du kannst eventuell das Cross-Selling fördern. Wähle beim Targeting einfach deine eigenen ASINs aus, wenn du deine Kampagne aufsetzt.

2  Schalte Sponsored Brand Ads und richte sie auf dein eigenes Listing aus

Auch Sponsored Brand Ads erscheinen auf Produktlistings und lassen sich mittels Produkt-Targeting auf deine eigenen Seiten ausrichten. Damit verfolgst du eine defensive Werbestrategie.

3  Baue eine Produktfamilie auf, um natürlich das Cross-Selling zu fördern

Dies ist langfristig gesehen wahrscheinlich der wirksamste Hebel, um möglichst wenige Fremdprodukte auf deinem Listing zu haben. Rund um dein Hauptprodukt kannst du eine ganze Produktfamilie aufbauen mit Budget-Variante, Premium-Variante, Zubehör, Ersatzteile, Bundles, Nachfüllpacks, Variationen usw. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Amazon passende Produkte deiner Marke für Empfehlungen heranzieht.

Zusätzlich kannst du die A+ Vergleichstabelle nutzen, um Kunden zu zeigen: „Du brauchst gar nicht woanders einzukaufen – ich biete dir alles, was du drumherum noch brauchst!“

sponsored products und sponsored brands mit produkttargeting

Wie wertest du die Performance deines Listings aus?

Mithilfe meiner Tipps sollte es dir relativ leicht fallen, ein großartiges Listing zu erstellen. Doch will ich nicht behaupten, die magische Formel für deine Produktart, deine Nische, deine Zielgruppe und deine spezifische Wettbewerbssituation zu kennen. Deshalb ist es unerlässlich, dass du die Performance deiner Produktdetailseiten trackst und daraus Schlüsse ziehst, wie du die einzelnen Bestandteile weiter optimieren kannst. Das Gute ist nämlich: Bilder, Texte, technische Angaben und A+-Inhalte lassen sich jederzeit ändern.

Im Seller Central kannst du verschiedene Berichte einsehen und Amazon fügt regelmäßig neue Auswertungsmöglichkeiten hinzu, sodass dein Analytics Dashboard immer umfangreicher und aufschlussreicher wird. Leider gibt es keine Funktion, welche die abschnittsweise Performance deines Listings misst – wie es beim Brand Store seit 2026 der Fall ist. Daher musst du dir die Kennzahlen, die auf die Qualität und Effektivität deines Listings hinweisen, aus verschiedenen Leistungsberichten selbst zusammensuchen.

Folgende Kennzahlen verraten dir, wie sich dein Listing im Vergleich zu anderen schlägt:

  • Impressionen (= wie häufig wird das Listing dank der Suchrelevanz ausgespielt?)
  • Klickrate (v.a. für Titel und Hauptbild relevant)
  • Seitenaufrufe 
  • Verweildauer
  • Absprungrate
  • Add-to-Cart-Rate (= wie viele Besucher legen das Produkt in den Warenkorb?)
  • Conversion (= wie viele Besucher bestellen das Produkt?)
  • Retourenquote (kann auf eine falsche Erwartungshaltung hindeuten)

Mithilfe von externen Analyse Dashboards und SEO-Tools wie dem sehr funktionsreichen Helium 10 sind weitere Auswertungen möglich. Zudem bekommst du spezifische Empfehlungen zur Optimierung deiner Listings.

Ganz wichtig sind auch A/B-Tests, die unter Eigene Experimente verwalten zugänglich sind. Hier kannst du zwei Versionen deines Listings miteinander vergleichen. Du legst quasi ein weiteres Listing an, das sich in einem Bereich (Titel, Hauptbild, Bullet Points, A+ Content…) von dem ursprünglichen unterscheidet. In der Folge kursieren beide Versionen deines Listings auf Amazon und sammeln Performance-Daten.

Nach frühestens einer Woche kannst du die Ergebnisse einsehen: Sobald eine Listing-Variante eine deutlich bessere Conversion als die andere aufweist, solltest du diese langfristig beibehalten und die andere deaktivieren. So lernst du Schritt für Schritt, was bei deiner Zielgruppe wirklich funktioniert, und kannst dein Listing immer weiter optimieren.

Amazon A/B Testing

Häufig gestellte Fragen zu: Amazon Listing erstellen

Wann muss ich ein neues Amazon Listing erstellen?

Fügst du ein neues Angebot deinem Produktkatalog zu, wofür noch keine ASIN besteht, musst du ein neues Listing aufsetzen. Dies ist bei Eigenmarkenprodukten von Herstellern und Private Label-Händlern der Fall.

Bist du als Reseller tätig, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dein Produkt bereits ein Listing besitzt. Dann musst du lediglich dein Angebot inkl. Preis, Lagerbestand und Versandinformationen hinzufügen.

Wie lange dauert das Erstellen eines Listings?

Sofern du gut vorbereitet bist und schon alle Keywords, Texte und Bilder parat hast, dauert das Erstellen eines neuen Listings nur 1-2 Stunden. Rechnest du jedoch den kompletten Aufwand inkl. Recherche, Fotoerstellung, Content-Konzept und Optimierung mit ein, solltest du dir auf jeden Fall 3 bis 5 Arbeitstage Zeit nehmen.

Wie kann ich am besten viele neue Listings auf einmal erstellen?

Amazon bietet einen Bulk-Upload mittels einer Lagerbestandsdatei (.xlsx) an. Fülle alle Felder mit den nötigen Informationen zu den Produkten – inkl. der Bild-URLs – aus, und lade die Datei in Seller Central hoch, damit Amazon automatisch die Listings erstellst. Damit sparst du dir viel „Klickarbeit“ und musst nicht jeden einzelnen Schritt bei der Listing-Erstellung wiederholen.

Die Bulk-Funktion eignet sich später auch, um mehrere Listings gleichzeitig zu überarbeiten.

Wie lange dauert es, bis das Angebot bei Amazon erscheint?

Amazon schaltet dein Listing innerhalb von 24 Stunden aktiv; manchmal dauert es nur wenige Minuten.

Fazit: So erstellst du conversionstarke Amazon Listings

Ohne Produktdetailseiten geht auf Amazon gar nichts. Du kannst noch so viel Werbung schalten, noch so viel Traffic auf Amazon leiten, und noch so ein schönes Hauptbild haben: Wenn dein Listing weder aussagekräftig noch überzeugend ist, erzielst du keine Verkäufe.

Die Produktdetailseite ist der Ort, wo Interessenten detaillierte Informationen zu deinem Produkt aufnehmen und die finale Kaufentscheidung treffen. Sprich: Hier entscheidet sich, ob eine Conversion stattfindet oder nicht.
Deshalb liegt es Sellern seit jeher am Herzen, auf Conversion optimierte Produktlistings zu erstellen.

Natürlich wirst du dein Listing mit der Zeit immer mal wieder analysieren und optimieren – vor allem, sobald du Performance-Daten verfügbar hast und weißt, welche Listing-Elemente verbesserungswürdig sind. Erfahre in diesem Beitrag, wie du deine Listings kontinuierlich optimieren kannst
Doch wäre es äußerst fahrlässig, mit der Optimierung wochenlang zu warten. Gerade in der wichtigen Honeymoon-Phase – wenn Amazon deine Listings nach dem Launch gezielt in die Sichtbarkeit katapultiert – möchtest du das Potenzial ausnutzen und erste Käufer gewinnen.

Auch, wenn du Amazon Ads schaltest und viel Geld in die Werbung investierst, möchtest du sicherstellen, dass das umworbene Listing konvertiert. Und zuletzt hängt ja auch dein organisches Ranking von der SEO und der rezenten Performance deines Listings ab.

Du siehst also: Zu keinem Zeitpunkt solltest du ein nur mittelmäßiges Listing haben. Deshalb ist es so wichtig, schon von Anfang an großartige Listings zu erstellen!

Tobias Dziuba

Mein Name ist Tobias und ich bin Gründer & Geschäftsführer der Amazon Agentur Adsmasters GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

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