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Heute beschäftigen wir uns mit der Frage, wie sich das Amazon Ranking verbessern lässt, damit dein Produkt eine möglichst hohe Sichtbarkeit auf Amazons Kategorieseiten und in den Suchergebnissen erreicht.

Hinter dem Ranking steckt der Amazon A10 Algorithmus. Dieser berechnet anhand vieler verschiedener Faktoren die Relevanz eines Produktes für eine Suchanfrage und bestimmt damit die Reihenfolge, in welcher Produkte angezeigt werden.

Doch welche Faktoren spielen dabei eine Rolle und wie lassen sie sich beeinflussen? Die Möglichkeiten, dein Ranking zu verbessern, reichen von klassischem Amazon SEO über Amazon PPC Kampagnen bis hin zu clever gestalteten Rabattaktionen.

Wir gehen Schritt für Schritt alle Maßnahmen zur Ranking-Optimierung durch.

Wieso ist ein gutes Ranking auf Amazon so wichtig?

Immer mehr Konsumenten starten ihre Online-Produktsuche heutzutage über Amazon zum großen Vorteil der Verkäufer, die ihre Artikel auf dem Marktplatz einstellen. Doch ein aktives Angebot auf Amazon allein reicht schon lange nicht mehr aus, um erfolgreich auf der Plattform zu verkaufen. Schuld daran ist die riesige Konkurrenz.

Wer z.B. nach einem „Kratzbaum“ sucht, bekommt nahezu 500 Ergebnisse auf 7 umfangreichen Seiten angezeigt. Die Kategorie „Aktivitätskratzbäume“ (dorthin gelangt man, wenn man sich durch Amazons Menü klickt) umfasst sogar 400 Seiten – kaum vorstellbar, aber wahr!

Wenn die Ergebnisse nicht weiter gefiltert oder sortiert werden, würde das eine Menge Scrollen und „Weiter“-Klicken erfordern, um zu den niedriger gerankten Produkten zu kommen.

In der nachfolgenden Abbildung siehst du, dass die am niedrigsten positionierten Suchergebnisse auf den ersten Blick nicht unbedingt „schlechter“ sind als die am höchsten positionierten Produkte auf Seite 1. Die stark unterschiedliche Platzierung stützt sich auf ein paar feine Unterschiede, auf die wir gleich eingehen werden.

Die organisch am höchsten gerankten Produkte für das Keyword "Kratzbaum"

Die organisch am höchsten gerankten Produkte für das Keyword „Kratzbaum“

Die Produkte mit dem niedrigsten Ranking sind nicht auffällig "schlecht" – was könnte also der Grund für die untere Platzierung sein?

Die Produkte mit dem niedrigsten Ranking sind nicht auffällig „schlecht“ – was ist also der Grund für die untere Platzierung?

Es reicht aber schon, wenn dein Produkt „nur“ auf Seite 2 gelistet wird – für die allermeisten Menschen bleibt es unsichtbar. Während die Top 20 Produkte einen Großteil der Interessenten abfangen und erfolgreich konvertieren, gehen die Artikel auf den mittleren und unteren Plätzen leer aus.

Dies ist der berüchtigte „The winner takes it all“-Effekt, der sich sowohl bei Google als auch bei Amazon abzeichnet. Der Traffic konzentriert sich auf die ersten Ergebnisse und sinkt mit absteigendem Ranking stark ab.
Die wenigsten Konsumenten suchen über die erste Ergebnisseite hinaus; häufig wird eher die Suchanfrage angepasst, wenn die oberen Ergebnisse nicht zufriedenstellend ausfallen. Auch das Vertrauen in die Produktqualität sinkt mit dem Ranking, denn meist nimmt auch die Anzahl der Kundenrezensionen stark ab.

 

Entscheidend für den Erfolg auf Amazon ist also eine prominente Platzierung auf den Ergebnisseiten, denn nur so kann dein Produkt Traffic und Verkäufe generieren.

Aus diesem Grund muss sich jeder Händler damit auseinanderzusetzen, wie man das eigene Amazon Ranking optimieren kann. Ziel ist, dass das eigene Produkt vom Amazon Algorithmus als besonders relevant eingestuft wird.

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Ein hohes Ranking in Amazons Suchergebnissen ist entscheidend für den Verkaufserfolg

Ein hohes Ranking in Amazons Suchergebnissen ist entscheidend für den Verkaufserfolg

Was ist zu beachten, wenn man sein Amazon Ranking verbessern möchte? 

Die Positionierung deiner Produkte auf Amazons Ergebnisseiten wird nicht über Nacht steigen, sondern Schritt für Schritt.

Mit zunehmender Beliebtheit deiner Produkte und steigendem Umsatz steigt auch dein Ranking. Wie schnell die Maßnahmen zur Ranking-Optimierung greifen, hängt jedoch stark vom Wettbewerb ab. Ein gut recherchiertes Nischenprodukt wird es deutlich einfacher auf eine hohe Position in den Suchergebnissen schaffen als ein Produkt, für welches bereits zahlreiche erfolgreiche Angebote bestehen.

In letzterem Fall ist die Qualität entscheidend: Ein aus Kundensicht minderwertiges Produkt wird sich langfristig nicht halten können, da negative Kundenrezensionen zu einer schlechteren Platzierung führen. Besitzt dein Produkt jedoch einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz, stehen die Chancen gut, dass es sich durchsetzt.

Wenn du dann endlich eine hochrangige Position erreicht hast, darfst du dich nicht darauf ausruhen. Der Amazon Marktplatz befindet sich ständig im Wandel und deine Performance-Kennzahlen benötigen konstant Aufmerksamkeit.

Tipp: Um besser zu verstehen, wie Amazon die Produkte auf der Ergebnisseite sortiert oder hervorhebt, kannst du dir die Info zu „Produkte im Amazon Store finden“ durchlesen.

Amazon Ranking verbessern: Der A10 Algorithmus

Amazons A10 Algorithmus bestimmt die Reihenfolge, in welcher Suchergebnisse ausgespielt werden, indem er sie nach absteigender Relevanz und Kaufwahrscheinlichkeit sortiert.

Die Kunden können die angezeigten Ergebnisse nach aufsteigendem oder absteigendem Preis, nach der durchschnittlichen Kundenbewertung, nach der Neuheit sowie nach der Beliebtheit (= Bestseller) sortieren. Voreingestellt ist jedoch immer die Sortierung nach „Empfohlen“, und hier entscheidet Amazons Algorithmus stark, welches Produkt auf welchem Platz landet.

Wie genau der A10 Algorithmus vorgeht und welche Faktoren wie gewichtet werden, behält Amazon für sich. Anhand verschiedener Quellen und Erfahrungen lässt sich jedoch festhalten, dass auf den Algorithmus zwei Arten von Faktoren einwirken:

  • Relevanzfaktoren messen anhand der Übereinstimmung der Suchbegriffe im Produktlisting und in den Backend-Keywords, wie gut das Produkt zur Suchanfrage passt. Relevanzfaktoren lassen sich direkt von dir beeinflussen.
  • Performance-Faktoren messen anhand deiner Leistung als Verkäufer und der Beliebtheit deines Produkts, wie wahrscheinlich eine Conversion sein wird. Performance-Faktoren lassen sich nur indirekt beeinflussen.

Das größte Optimierungspotenzial, um dein Amazon Ranking zu verbessern, liegt demnach in den Relevanzfaktoren.

Mehrere unterschiedlich beeinflussbare Faktoren wirken sich auf die Rangfolge aus

Mehrere unterschiedlich beeinflussbare Faktoren wirken sich auf die Rangfolge aus

Wichtige Relevanzfaktoren, die du direkt beeinflussen kannst

Relevanzfaktoren messen, wie gut das Produkt zur Suchanfrage passt. Hier geht es viel um Keywords, SEO und Listing-Qualität.

Produkttitel

Der Produkttitel ist wie die Überschrift eines Blogartikels: Er muss die Aufmerksamkeit der Massen auf sich ziehen und korrekt angeben, um was es geht. Deine Haupt-Keywords müssen daher unbedingt in den Titel (in unserem Beispiel sind die Haupt-Keywords z.B. „Kratzbaum“, „Katzenbaum“ und „Katzenkratzbaum“)

Beim Titel geht es aber nicht nur um die Keywordplatzierung: Der Titel soll auch zum Klicken animieren und das Alleinstellungsmerkmal deines Produkts hervorheben. Reine Keyword-Aneinanderreihungen wirken auf den Kunden selten ansprechend.
Besondere Attribute, der Hauptnutzen, die Farbe und die Größe gehören ebenso in den Titel wie der eigentliche Name bzw. die geläufigsten Bezeichnungen für das Produkt (z.B. „Feandrea Kratzbaum, 143 cm hoch, Katzenbaum, mehrstöckiges Katzenhaus, mit 4 Kratzsäulen, 2 Plattformen, Hängematte, Höhle, hellgrau“)

Zudem solltest du die Styleguides für Amazon Produkttitel beachten, die u.a. die optimale Länge, vorzugsweise Schreibweisen und die empfohlene Fülle an Informationen vorgeben.

Bullet Points

Seller können fünf, Vendoren bis zu zehn Bullet Points zu ihrem Produktlisting hinzufügen. Die Aufzählungspunkte, die sich unter „Info zu dem Artikel“ finden, treiben die Conversion und sind wichtige Indikatoren für den Algorithmus, ob ein Produkt zur Suchanfrage passt.

In den Bullet Points musst du unbedingt die relevantesten Suchbegriffe platzieren und gleichzeitig wichtige Informationen für die Kaufentscheidung bereitstellen. Die Texte sollen natürlich wirken, indem du deine Keywords gekonnt im Text unterbringst.

Hier ist der richtige Ort, um:
a) Eigenschaften, Bestandteile, Materialien, Verwendungsmöglichkeiten und Vorteile zu erwähnen (z.B. „2 hängende Plüschbälle“, „Lieblingsplatz“, „Kletterplattformen“) 
b) häufige Synonyme zu den im Titel genannten Produktbezeichnungen zu platzieren (z.B. „Katzenhöhle“, „Sisalstamm“, „Katzenhaus“…)

Zur Gestaltung der Aufzählungspunkte finden sich in den Styleguides Richtlinien, die einzuhalten sind.

Titel und Bullet Points der obersten organischen Produktplatzierung für "Kratzbaum"

Titel und Bullet Points der obersten organischen Produktplatzierung für „Kratzbaum“

Backend Keywords

Im Backend liefert das Feld „Allgemeine Schlüsselwörter“ 500 Zeichen Platz für weitere Suchbegriffe, die dem Algorithmus wichtige Hinweise zur Relevanz liefern. Hier bietet es sich an, Keywords einzutragen, die im Listing selbst nicht mehr untergebracht werden können oder die nicht öffentlich sichtbar sein sollen. Gebräuchliche Anglizismen, umgangssprachliche Begriffe sowie alternative Schreibweisen finden hier auch ihren Platz. 

Tipp: Nutze für zusammengesetzte Begriffe wie „Hundeleine“ eine Schreibweise mit Bindestrich („Hunde-Leine“). Auf diese Weise werden gleich mehrere Keywords abgedeckt, wie bspw. „Hundeleine“, „Hund/Hunde“, „Leine“, „Hunde Leine“, „Leine Hunde“ sowie „Leine für Hunde“.

Produktbilder

Hochauflösende Bilder aus möglichst vielen verschiedenen Positionen schaffen Vertrauen in das Produkt und beantworten bereits viele offene Fragen. Besonders hilfreich sind auch Infografiken, die dem Interessenten auf einen Blick zeigen, welche Vorzüge das Produkt bietet und wie es verwendet werden kann. Bilder mit integrierten Maßangaben liefern zudem viel mehr Mehrwert als die sehr generische Größenangabe unter dem Punkt „Produktabmessungen“.

Bilder und Videos können herausragende Überzeugungsarbeit leisten und die Conversion Rate hochtreiben. Das Bild, das du als Hauptbild wählst, liefert einen wichtigen ersten Eindruck beim Durchstöbern der Suchergebnisse . Dies wirkt sich auf die Klickrate aus.

Tipp: Wähle die Bildgröße so, dass der Kunde die Zoom-Funktion nutzen und somit auch Details gut erkennen kann.

Keywords in der Produktbeschreibung

Ob und in welchem Ausmaß Keywords indexiert werden, die in der Produktbeschreibung platziert werden, ist umstritten. Es ist daher empfehlenswert, die relevantesten Suchbegriffe in Titel, Bullet Points und Backend-Keywords unterzubringen und manche deiner Keywords im Beschreibungstext lediglich zu wiederholen.

Durch ihre eingeschränkte Bedeutung bezüglich der Ranking-Gewichtung wird die Produktbeschreibung häufig vernachlässigt.

Dies kannst du zu deinem Vorteil nutzen, denn während Titel und Bullet Points nicht allzu lang sein dürfen, bietet die Produktbeschreibung weitere 2000 Zeichen, um dem Kunden Informationen und schlagkräftige Kaufargumente an die Hand zu geben. Generiert dein Produkt im Zusammenhang mit einer Suchanfrage eine hohe Conversion, steigt deine Performance. Dies belohnt Amazon mit einem steigenden Ranking in den Suchergebnissen.

A+-Inhalte wirken viel attraktiver auf Interessenten als ein reiner Beschreibungstext

A+-Inhalte wirken viel attraktiver auf Interessenten als ein reiner Beschreibungstext

Wichtige Performance-Faktoren, die sich nur indirekt beeinflussen lassen

Performance-Faktoren messen, wie attraktiv, nachgefragt und zufriedenstellend dein Produkt ist. Hier geht es viel um Conversion, Umsatz und Kundenzufriedenheit.

Click-Through-Rate (CTR)

Die CTR ist ein Indikator dafür, ob ein Produkt auf Basis der Produktvorschau attraktiv auf die Suchenden wirkt bzw. von ihnen als relevant und kaufwürdig wahrgenommen wird.

Ein hochwertiges Foto, ein informativer und überzeugender Titel sowie ein wettbewerbsfähiger Preis steuern die Klickrate maßgeblich. Wird dein Produkt für eine Suchanfrage dann öfter angeklickt als die Konkurrenzprodukte, fasst der Algorithmus dies als wichtige Leistungskennzahl auf.

Die CTR setzt sich aus organischen Klicks und Paid Clicks, generiert durch PPC Kampagnen, zusammen.

Conversion-Rate

Auch die Konvertierungsrate ist ein wichtiger Faktor, der vom A10 Algorithmus berücksichtigt wird. Die Leistungskennzahl bildet eine wichtige Ergänzung zur CTR. Denn ein Produkt, das für eine Suchanfrage zwar oft angeklickt wird, aber nie zu einem Kauf führt, scheint letztendlich nicht die Ansprüche der Suchenden zu erfüllen.

Die Conversion Rate wird maßgeblich von der visuellen Qualität und dem Informationsgehalt auf der Produktdetailseite beeinflusst.

Die Interessenten lesen jedoch nicht nur deine Texte, sondern auch die Texte deiner vorherigen Kunden, um zu entscheiden, ob das Produkt die bestmögliche Wahl für sie darstellt. Dazu kommen wir jetzt…

Produktrezensionen

Ein weiterer Faktor, der sich nur bedingt beeinflussen lässt, sind die Bewertungen für dein Produkt.

Um positive Rezensionen zu erhalten, reicht es meist schon, ausführliche und ehrliche Informationen zum Produkt bereitzustellen sowie realistische Produktabbildungen hochzuladen. So weiß der Kunde von Anfang an, was er erwarten kann.

Um möglichst viele Rezensionen zu erhalten, kursieren einige Methoden, die jedoch nicht alle mit Amazons Richtlinien konform sind. Eine legale Methode für ausgewählte Produkte ist bspw. die Nutzung von Amazon Vine.

Kundenbewertungen steuern die Conversion und das Ranking

Kundenbewertungen steuern die Conversion und das Ranking

Verkaufshistorie

Die Verkaufshistorie ist der Grund dafür, weshalb ein Produkt niemals über Nacht von einer hinteren Position auf Platz 1 rücken wird und weshalb Geduld gefragt ist, wenn du deine Positionierung optimieren möchtest.

Amazon betrachtet nämlich bei der Einschätzung der Kaufwahrscheinlichkeit den gesamten Verlauf der Kundeninteraktionen, also Nachfrage und Käufe.
Kontinuierliche Verkäufe bei stabiler Nachfrage bewirken eine gute Platzierung. Ein umsatzstarkes Produkt signalisiert eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es auch die Bedürfnisse der aktuell Suchenden erfüllen kann. 

Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, sich nicht auf einer hohen Positionierung auszuruhen, sondern stets deine Leistungskennzahlen zu beobachten. Nur ein Produkt, das langfristig gut verkäuflich ist, wird seine Position halten können.

Retourenquote

Auch die Rücksendequote spielt eine große Rolle, denn für Amazon hat die Kundenzufriedenheit Priorität. Aus diesem Grund ermittelt der Algorithmus nicht nur, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kauf zustandekommt, sondern auch, wie wahrscheinlich der Kunde mit dem Produkt zufrieden sein wird. Die Retourenquote liefert dazu wertvolle Anhaltspunkte.

Mit den folgenden Tipps kannst du die Rücksendequote möglichst gering halten:

  • Achte auf eine sichere Verpackung, sodass keine Beschädigungen beim Transport auftreten
  • Verwende realistische Produktbilder. Abweichungen, bspw. bei der Farbe, führen häufig zu Rücksendungen
  • Stelle möglichst viele, ehrliche Informationen zum Produkt zur Verfügung und verschweige keine Details. Nur schlecht informierte Kunden erfahren bei der Zusendung „böse Überraschungen“
  • Analysiere schlechte Rezensionen und versuche, die kritisierten Punkte zu verbessern

Schlussfolgerung:

Hast du alle Relevanzfaktoren, also Bilder, Titel, Bullet Points und Backend-Keywords, optimiert, wird die verbesserte Listingqualität mit etwas Geduld zu einer erhöhten CTR und Conversion-Rate führen.

Wenn dein Produkt dann langfristig in allen Performance-Faktoren gut abschneidet und z.B. eine positive Verkaufshistorie mit konstantem Umsatz und hoher Kundenzufriedenheit vorweisen kann, wird sich dein organisches Amazon Ranking deutlich verbessern.

Welche Tools helfen bei der Keyword-Recherche?

Um die Relevanzfaktoren deines Produkts für den Amazon Algorithmus zu optimieren, ist das Recherchieren von häufig verwendeten Suchbegriffen sehr wichtig. Zum Vorgehen bei der Keyword-Recherche habe ich einen ausführlichen Beitrag geschrieben, doch hier möchte ich dir kurz ein paar Tools vorstellen, die in ihren Basisfunktionen kostenlos nutzbar sind.

Amazon Auto-Suggest

Die Auto-Vervollständigung von Amazon dient zur Ermittlung relevanter Keywordkombinationen. Hierzu gibt man den Hauptbegriff (z.B. „Kratzbaum“) in das Amazon Suchfeld ein und übernimmt die vorgeschlagenen Suchkombinationen der Auto-Vervollständigung (z.B. „Kratzbaum groß“, „Kratzbaum Katze“, „Kratzbaum Katze“, „Kratzbaum XXL“).

Auf diese Weise findest du zwar keine synonymen oder alternativen Bezeichnungen für dein Produkt, aber Kombis mit häufig gesuchten Attributen. Das sind die sogenannten Mid und Long Tail Keywords.

Für noch mehr Ergebnisse kannst du den Hauptbegriff gefolgt von jedem Buchstaben des Alphabets eingeben. Dann erhältst du Keywords wie z.B. „Kratzbaum aus Holz“, „Kratzbaum artgerecht“ und „Kratzbaum alte Katze“ für den Buchstaben A.

Autovervollständigung im Amazon Suchfeld für "Kratzbaum f"

Autovervollständigung im Amazon Suchfeld für „Kratzbaum f“

Tipp: Noch schneller geht es mit Keywordtool.io

Das in begrenzter Funktion kostenlose Keyword Tool macht sich ebenfalls die Auto-Vervollständigung von Amazon zunutze, wenn du vorab Amazon als Suchmaschine auswählst. Deshalb bekommst du hier dieselben Ergebnisse geliefert – nur etwas schneller, auf einen Blick und alphabetisch geordnet. Für unsere „Kratzbaum“ Suchanfrage spuckt Keywordtool.io 261 Ergebnisse aus.

Synonyme und verwandte Suchbegriffe

Ein bedachtes Brainstorming, gefolgt von der Synonymsuche im Internet, z.B. über Google oder ChatGPT, liefert dir eine Reihe von alternativen Bezeichnungen für dein Produkt.

Gibst du z.B. „Synonyme für Kratzbaum“ in ChatGPT ein, erhältst du eine Liste mit knapp 30 verwandten Suchbegriffen, u.a. „Katzenmöbel“, „Sisalsäule“, „Kratzstamm“, „Spielbaum für Katzen“, „Kletterbaum“ und „Cat Scratching Post“. Je nach Prompt kannst du dir von ChatGPT noch mehr Synonyme ausgeben lassen. Diese können sich gut für die Bullet Points oder für die Backend-Keywords eignen.

Natürlich solltest du dich auch an deinem direkten Wettbewerb auf Amazon orientieren: Recherchiere die Top 3 Produkte in deiner Nische, klicke dich durch deren Produktdetailseiten und notiere dir sämtliche Keywords, die neu sind.

Bevor du nun deine Keywords an einer bestimmten Stelle für die Amazon SEO nutzt, solltest du sie anhand ihrer tatsächlichen Relevanz, sprich: anhand des Suchvolumens, gewichten.

Amazon Suchvolumen und Trends

Das Amazon-interne Tool Brand Analytics lässt sich von Händlern mit einer registrierten Eigenmarke nutzen; allen anderen steht der Product Opportunity Explorer zur Verfügung.

Bei den Brand Analytics stellt dir Amazon für einen ausgewählten Zeitraum eine umfangreiche Datenbank mit Suchbegriffen zur Verfügung, die nach der Suchfrequenz sortiert sind. Diese wird nicht quantitativ angegeben, sondern als Rangnummer. Du kannst die Datenbank auch nach einem bestimmten Begriff durchsuchen, um dessen Suchfrequenz-Rang zu ermitteln.

Im Product Opportunity Explorer bekommst du unter dem Tab „Suchbegriffe“ verwandte Schlüsselwörter angezeigt, die zu der von dir angegebenen Nische gehören. Die Keywords sind nach dem absoluten Suchvolumen der vergangenen 365 Tage sowie nach der Änderung des Suchvolumens in Prozent geordnet.

So erkennst du nicht nur, welche Keywords momentan gefragt sind, sondern auch, ob sie einem abnehmendem oder zunehmendem Trend unterliegen. Unter dem Tab „Trends“ bekommst du die zeitliche Entwicklung des Suchvolumens für einen gewählten Begriff übersichtlich als Diagramm angezeigt.

Wie können Werbekampagnen dein Ranking verbessern?

Auf das organische Ranking wirken sich Amazon PPC Kampagnen nur indirekt aus, doch solltest du die Macht der Werbung niemals unterschätzen.
In unserem „Kratzbaum“-Beispiel sind die obersten 5 Produkte als „gesponsert“ markiert. Viele Menschen klicken intuitiv auf eines der ersten Produkte und achten nicht darauf, ob der hohe Rang organisch oder durch Werbekampagnen zustande gekommen ist.

Um sicherzustellen, dass dein gesponsertes Produkt bei einer relevanten Suchanfrage weit oben erscheint, musst du passende Gebote auf die richtigen Keywords setzen. Das ist nochmal eine eigene Kunst. Wir als PPC Agentur kümmern uns darum, dass die Werbeanzeigen unserer Kunden an oberster Stelle ausgespielt werden.
Denn nicht alle Werbeslots konzentrieren sich auf der ersten Seite; stattdessen wechseln sich Sponsored Products sowie Sponsored Brand-Anzeigen über alle Ergebnisseiten hinweg mit den organisch gerankten Produkten ab.

Damit du eine Vorstellung davon bekommst, wie prominent Werbeplatzierungen bei Amazon sind: Unter den 70 Produkten für „Kratzbaum“ auf Seite 1 befinden sich 22 Sponsored Products und 48 organisch gerankte Produkte.

Gesponserte Produkte erscheinen auf den ersten Plätzen im Amazon Ranking (Keyword: Kratzbaum)

Gesponserte Produkte erscheinen auf den ersten Plätzen im Amazon Ranking (Keyword: Kratzbaum)

Amazon Ranking verbessern: Was du sonst noch tun kannst

Um dein organisches Ranking auf Amazon zu verbessern, gibt es noch ein paar weitere Maßnahmen, die du in Betracht ziehen kannst.

Amazon FBA nutzen

Wer sich entscheidet, den Versand durch Amazon zu nutzen, erhält a) die Prime-Qualifizierung und profitiert b) von einem erhöhtem Kundenvertrauen. Einerseits sieht man bereits in der Produktvorschau, dass eine „GRATIS Lieferung“ möglich ist. Andererseits setzen viele Suchende links bei den Filteroptionen ein Häkchen bei „GRATIS-Versand durch Amazon“. Dann fallen alle Produkte mit FBM selbst die mit kostenlosem Versand aus der Ansicht weg.

Im Vergleich zu Produkten mit FBM genießen Produkte mit FBA häufig eine höhere CTR und Conversion-Rate. Das zieht ein besseres Ranking nach sich. Andererseits werden Produkte mit FBA ganz klar vom Amazon Algorithmus bevorzugt und daher tendenziell weiter oben ausgespielt.

Wichtig: Kostenloser Versand bei FBM

Wenn du für dein Produkt den Eigenversand wählst, solltest du zumindest die Versandgebühren auf Null setzen. Das gilt insbesondere, wenn es Konkurrenzprodukte mit gratis Versand durch Amazon und Prime-Qualifizierung gibt. Als zusätzlichen Kaufanreiz solltest du den Premiumversand aktivieren oder „Prime durch Verkäufer“ nutzen, um Interessenten schnelle Lieferoptionen zu bieten.

Rabattaktionen

Werbeaktionen mit vergünstigten Preisen können mehr Aufmerksamkeit auf das eigene Angebot lenken. Beispielsweise werden die zeitlich begrenzten Blitzangebote als „Befristetes Angebot“ gekennzeichnet, wobei der auffällige rote Button die Klickrate effektiv steigert. Produkte mit Rabattgutscheinen werden durch ein grünes Spar-Abzeichen hervorgehoben und wirken ebenfalls verlockend.

Derartige Rabattaktionen sind effektive Maßnahmen, um die Kaufwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Die steigenden Verkaufszahlen treiben den Umsatz an und die positiven Performance-Faktoren speisen wiederum den Algorithmus.

Sprich: Der A10 Algorithmus bevorzugt nicht direkt Produkte mit aktiven Werbeaktionen. Allerdings haben diese einen gewichtigen indirekten Einfluss auf das Ranking.

Am effektivsten für die Ranking-Optimierung sind Blitzangebote, da sie einen deutlichen Ausschlag der Verkaufszahlen nach oben verursachen. Allerdings wirken Blitzangebote nur kurzfristig. Etwas nachhaltiger sind die Rabattgutscheine, da sie länger auf die Kundenpsychologie wirken.
Streichpreise haben einen nur geringen Einfluss auf die Verkaufsleistung, da sie wenig exklusiv sind. In der Tat haben nahezu alle Produkte auf den Ergebnisseiten für „Kratzbaum“ Streichpreise.

Blitangebote und Coupons sorgen für eine erhöhte Sichtbarkeit und Klickwahrscheinlichkeit

Blitangebote und Coupons sorgen für eine erhöhte Sichtbarkeit und Klickwahrscheinlichkeit

Änhlich verhält es sich mit den von Amazon verteilten Abzeichen wie „Amazons Tipp“ und „Bestseller“. Sie sind das Ergebnis guter Leistungen und werden auf der Grundlage positiver Kennzahlen (z.B. Nr. 1 im Bestseller-Ranking oder eine hervorragende Kundenzufriedenheit) vergeben.

Die Abzeichen verursachen keinen direkten Anstieg im SEO-Ranking. Sie wirken sich jedoch indirekt auf die Performance-Faktoren aus, indem sie 1) die Suchenden dazu bewegen, auf das Produktlisting zu klicken, 2) die Kaufwahrscheinlichkeit erhöhen und 3) deinen Umsatz steigern.

Was du kaum beeinflussen kannst…

Amazon Kunden bekommen bei einer Produktsuche letztendlich auch Empfehlungen angezeigt, die sich an der eigenen Such- und Kaufhistorie orientieren. Sprich: In den Ergebnissen erscheinen Produkte, die bereits gekauften oder zuvor angesehenen Artikeln ähneln. Der Algorithmus geht dann nämlich davon aus, dass sie dem Kunden gefallen könnten. Hierauf hast du natürlich keinen Einfluss.

 

Die Reihenfolge der vorgeschlagenen Produkte in den Amazon Suchergebnissen ist seit jeher Grund für hitzige Diskussionen, Strategiesitzungen, Investitionen und außerordentliche Bemühungen seitens der Verkäufer.

Wenn du das Gefühl hast, dass du alleine nicht ganz dahintersteigst, kann ein bisschen professionelle Unterstützung Welten bewegen. Gerne helfen wir dir als Amazon Agentur, deine SEO zu optimieren, dein Ranking zu verbessern und deinen Gewinn zu maximieren. Kontaktiere uns, um mehr über deine Möglichkeiten zu erfahren!

 

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Amazon Ranking verbessern: Fazit

Dieser Beitrag hat deutlich gemacht, dass es zahlreiche Faktoren gibt, welche die Platzierung eines Produkts in den Amazon Suchergebnissen bestimmen.

Einige davon, wie u.a. der Titel, die Bullet Points und die Produktbilder, lassen sich aktiv beeinflussen. Diese werden als Relevanzfaktoren bezeichnet, weil sie dem Algorithmus anzeigen, wie gut der Inhalt einer Produktdetailseite zur Suchanfrage passt. Diejenigen Produkte mit der höchsten Relevanz werden bevorzugt behandelt. Eine ausführliche Keywordrecherche hilft, alle relevanten Suchbegriffe zu ermitteln und anschließend im Listing unterzubringen.

Die Performance-Faktoren orientieren sich an den Leistungskennzahlen, die sich indirekt aus der Qualität der Produktdetailseite, aber auch aus deinem Kundenservice, den Lieferbedingungen, deiner Preisstrategie einschließlich aktivierter Werbeaktionen usw. ergeben. Ein anhaltendes Interesse für deine Produkte, konstant hohe Umsätze und eine vorbildliche Kundenzufriedenheit führen zu einer deutlichen Verbesserung des Amazon Rankings.

Um deine Performance auf Amazon zu optimieren, brauchst du ein strategisches Vorgehen und viel Geduld. Wir können dir dabei helfen!

Welche Faktoren beeinflussen das organische Ranking?

Bei Amazon SEO differenzieren wir zwischen Relevanzfaktoren und Performance-Faktoren. Anhand der Relevanzfaktoren ermittelt Amazon, ob ein Produkt relevant für die Suchanfrage ist. Mithilfe der Performance-Faktoren, wie Verkäufe, Klickrate und Kundenbewertungen, entscheidet Amazon, wie hoch die Kaufwahrscheinlichkeit liegt.

Was ist Amazon SEO?

Amazon SEO beschreibt den Prozess, bei dem die Inhalte einer Produktdetailseite optimiert werden, damit das Produkt möglichst am Anfang einer Suchergebnisseite angezeigt wird. Das Ziel ist es, die Sichtbarkeit und schlussendlich die generierten Verkäufe über organisch hohe Platzierungen zu steigern.

Was sind Amazon Listings?

Bei Amazon Listings handelt es sich um Produktdetailseiten, die alle relevanten Information, wie Bilder, Preise, Bewertungen und Produkttexte enthalten. Jedes Produkt kann bei Amazon nur ein Listing erhalten.

Tobias Dziuba

Mein Name ist Tobias und ich bin Gründer & Geschäftsführer der Amazon Agentur Adsmasters GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

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