So ziemlich das allererste, womit man sich als neuer Seller nach der Registrierung bei Amazon auseinandersetzen muss, sind die Basics der Suchmaschinenoptimierung. Denn es bringt rein gar nichts, Produkte aufzusetzen und live zu schalten, wenn die Listings „unsichtbar“ bleiben.
Wer schon Vorerfahrung im eCommerce und Online-Marketing hat, weiß: Sichtbarkeit ist alles!
Welches Angebot wo positioniert wird und wer im Ranking die obersten Plätze einnimmt, bestimmt der Algorithmus. Deshalb ist das oberste Ziel bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) immer, den Algorithmus zufrieden zu stimmen.
Wie du das auf Amazon schaffst, erkläre ich dir in diesem ausführlichen Beitrag.
Amazon als primäre Produktsuchmaschine in Deutschland

Mit SEO war einst hauptsächlich die Optimierung von Webinhalten für die Google-Suche gemeint. Google war und ist die weltweit größte Suchmaschine mit einem Marktanteil von über 90% sowie um die 8,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag – daran hat auch der Aufschwung diverser KI-Plattformen wenig ändern können.
Google kann verschiedenste Arten von Suchanfragen bearbeiten und beantworten. Das integrierte KI-Modul kümmert sich vor allem um die informationsorientierten Anfragen („Wie viele Stunden hat ein Jahr?“). Für navigationsorientierte Anfragen („Restaurant Lieblig Speisekarte“) und für transaktionsorientierte Anfragen („Reiselaptop Acer 11 Zoll“) dienen Linklisten, die die Suchenden zur richtigen Webadresse weiterleiten.
Bei den transaktionsorientierten Suchanfragen genießt Amazon eine starke Präsenz in den Ergebnissen. Tatsächlich starten viele Nutzer ihre Produktsuchen mittlerweile direkt auf Amazon. Die letzte mir bekannte Studie hierzu erfolgte im Jahr 2023, doch können wir davon ausgehen, dass Amazons Relevanz als Produktsuchmaschine nur noch weiter zugenommen hat.
Also: Amazon ist ohne Zweifel die erste und zentrale Anlaufstelle für Online-Shopper. Nicht nur werden die meisten produktbezogenen Suchanfragen via Google letztendlich auf eine Amazon-Seite weitergleitet – mittlerweile suchen die meisten Menschen mit Kaufabsicht direkt auf Amazon nach dem gewünschten Produkt.
Klickverteilung nach Platzierung
Nun haben wir schonmal geklärt, wie wichtig eine Präsenz auf Amazon für Online-Händler ist. Denn wer nur auf seinen eigenen unscheinbaren Webshop setzt, der irgendwo versteckt in den Suchergebnissen von Google auftaucht, hat kaum eine Chance auf Umsatz. Ebenso schwierig wird es sein, die Ware ausschließlich über eBay, Kaufand oder OTTO zu vertreiben und Amazon den Rücken zuzukehren.
Doch leider reicht es mit einer bloßen Präsenz auf Amazon auch nicht aus: Auf der Plattform herrscht ein erbitterter Kampf um Aufmerksamkeit und Klicks.
Bei einer Produktsuche werden teils Tausende Ergebnisse auf mehreren Dutzend Seiten ausgespielt – und wir alle wissen, dass sich niemand durch jede einzelne Seite klicken wird, um mehrere Hundert Produkte miteinander zu vergleichen.
Eine Platzierung auf der ersten Suchergebnisseite ist von größter Bedeutung, damit Verkäufe generiert werden. Nur ein Bruchteil der Suchenden klickt weiter auf Seite 2 und 3. Eher sind sie dazu geneigt, die Suchanfrage abzuändern oder zu spezifizieren, wenn beim Überfliegen der ersten Seite keine passenden Produkte vorgeschlagen wurden.
Verschiedene Auswertungen zur Klickverteilung haben ergeben, dass rund 80% der Klicks auf der ersten Seite erfolgen. Das erstplatzierte Produkt erhält meist 20-35% der Klicks. Auf die obersten drei Produkte entfallen um die 60% aller Klicks.
Dies bedeutet, dass von 100 Suchenden circa 60 Personen auf eines der ersten drei Ergebnisse klicken. Weniger als 20 nehmen überhaupt die Mühe auf sich, die zweite und dritte Seite durchzusehen!
Diese starke Konzentration der Klicks wird auch treffenderweise als „Winner-takes-it-all“ bezeichnet.
Was umfasst die Suchmaschinenoptimierung?

Amazon SEO zielt im Wesentlichen darauf ab, das Ranking der eigenen Produkte zu verbessern, um von der Zielgruppe in den Suchergebnissen wahrgenommen zu werden und Wettbewerbsvorteile zu gewinnen.
Im Mittelpunkt der SEO-Maßnahmen steht die Listing-Optimierung mit Keywords, ansprechenden Bildern und Textinhalten. Sprich: SEO umfasst nicht nur die Recherche und Einbindung von Keywords, sondern auch die Herausstellung des USPs, die bildliche Darstellung von Produktbesonderheiten, die Herausgabe detaillierter Informationen usw.
Mithilfe von Keywords und angereicherten Listing-Texten stellst du die inhaltliche Relevanz her, die der Algorithmus bei jeder Suchanfrage als erstes berücksichtigt (= Relevanz-Faktoren oder direkte Rankingfaktoren). Abgesehen davon fließt die Leistung deines Listings in das Ranking ein, welche du allerdings nicht direkt beeinflussen kannst (= Performance-Faktoren oder indirekte Rankingfaktoren).
Diese sogenannten Performance-Faktoren ergeben sich durch ein hochwertiges Listing, einen überzeugenden Gesamtauftritt und ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, und brauchen etwas Zeit, um sich einzustellen.
Bei der Klickrate und dem Verkaufsvolumen kannst du mit Rabattaktionen oder PPC-Kampagnen nachhelfen, während Rezensionen und Retouren eher eine Frage von der Produktqualität und der transparenten Darstellung sind. Letztendlich haben der Preis und die BuyBox einen großen Einfluss auf die Position in den Suchergebnissen.
| Weiterführende Lektüre:
Eine Schritt-für Schritt-Anleitung zur Listing-Optimierung für eine bessere SEO und eine bessere Conversion habe ich bereits verfasst. |
Amazon SEO: Optimierung der Relevanz-Faktoren
Die Relevanz-Faktoren zielen auf die Steigerung der Kaufwahrscheinlichkeit bei einer Suchanfrage ab. Sprich: Sie stellen sicher, dass die ausgespielten Ergebnisse überhaupt zu den eingegebenen Suchbegriffen passen und für den Kunden von Interesse sind.
Schauen wir uns nun an, wie du die Relevanz deines Listings für die Suchanfragen deiner Zielgruppe sicherstellen kannst.
Beispiel:
Ein Kunde sucht nach einer Kleinkinder-Regenjacke. Gibt er nur das Wort „Regenjacke“ ein, bekommt er mehr als 6000 Ergebnisse auf Dutzenden Seiten ausgespielt, da alle Produkte mit dem Keyword „Regenjacke“ indexiert werden. Formuliert der Kunde seine Suchanfrage detaillierter, indem er „Kleinkinder Regenjacke“ eingibt, reduziert sich die Anzahl der Ergebnisse auf 250 Produkte über 6 Seiten.
Bei den obersten organischen Platzierungen fällt auf, dass alle zumindest das Keyword „Kinder“ im Titel tragen, während das Keyword „Kleinkinder“ eher an anderer Stelle im Listing auftaucht. Nur das erstplatzierte Produkt von LAUSONS hat den Begriff „Kleinkind“ auch im Titel integriert.
Wählt der Kunde nun eine andere Sortierung (Preis, Kundenbewertung, Bestseller oder Neuheiten) oder eine der Filterfunktionen auf der linken Seitenleiste, verändern sich die Ergebnisse abermals.
Die Sortierfunktion „Preis: Aufsteigend“ wird gerne genutzt, um die günstigsten Produkte zuerst zu sehen. Viele Kunden filtern außerdem nach:
- Schnelle Lieferung (morgen)
- Kostenloser Versand
- Kundenrezensionen mind. 4 Sterne
- Höchstpreis
- Größe
- Farbe
- Verfügbare Angebote (Coupons, Rabatte…)
- Marke
Sprich: Selbst, wenn dein Produkt auf der Hauptergebnisseite etwas niedriger positioniert ist, hast du bei zügigem Gratis-Versand (z.B. durch Amazon FBA), guter Durchschnittsbewertung sowie niedrigem oder rabattiertem Preis gute Chancen, bei einer nachträglichen Filterung weiter oben zu ranken.
Keyword-Recherche
Ein Produkt kann viele unterschiedliche Bezeichnungen haben, und dies führt dazu, dass Menschen anhand von verschiedenen Begriffen nach ein- und demselben Produkt suchen. Diese sprachlichen Unterschiede können in der regionalen Herkunft, im Alter oder gar im Gemütszustand der Person begründet liegen. Der erste Schritt ist daher immer, Synonyme, verwandte Begriffe und alternative Bezeichnungen zu recherchieren.
Beispiel: Synonyme zu „Regenjacke“ sind Windjacke, Regenanorak, Funktionsjacke, Allwetterjacke, Outdoor-Jacke, Poncho, Regenmantel, Wetterschutzjacke, Regenbekleidung usw.
Da manche Personen auch sehr lange, detaillierte Suchanfragen eingeben (z.B. „Kleinkinder Regenjacke Paw Patrol mit abnehmbarer Kapuze“) müssen außerdem Longtail-Keywords und thematisch zugehörige Wörter berücksichtigt werden.
Um herausfinden, welche Begriffskombinationen bei der Amazon-Suche häufig verwendet werden, solltest du auf Amazon direkt recherchieren – am besten über die Autovervollständigung im Suchfeld, wie im folgenden Screenshot dargestellt.

Um die ganze Bandbreite an Möglichkeiten abzudecken, brauchst du eine gut recherchierte Keywordliste mit allen relevanten Schlüsselwörtern. Zwar kann ein simples Brainstorming ganz gute Ergebnisse liefern, allerdings empfehle ich dir dringend, ein Amazon SEO Tool zu verwenden.
Am Anfang kommst du mit Amazons Inhouse-Tools, den Google Keyword-Tools und anderen kostenlosen Recherchetools schon ziemlich weit. Irgendwann lohnen sich dann aber zahlungspflichtige Tools: Das kann dir jeder Top-Seller mit Spitzenranking bestätigen!
Sobald du genügend Keywords ermittelt hast, solltest du die Begriffe anhand von Nachfrage-Statistiken, Trendanalysen und Suchvolumina in High Priority, Middle Priority und Low Priority einstufen. Je nach Priorität empfehlen sich unterschiedliche Platzierungen innerhalb des Listings. Hierzu kommen wir jetzt.
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Weiterführende Lektüre Eine genaue Anleitung zur Keyword-Recherche findest du natürlich auch bei uns auf dem Blog. |
Keyword-Platzierung
Schauen wir uns zunächst einige allgemeine Regeln zur Verwendung der recherchierten Keywords an.
Tipps & Tricks bei der Keyword-Recherche
- Keyword-Dichte spielt keine Rolle
Die mehrmalige Nennung eines Keywords führt bei Amazon SEO zu keiner Verbesserung der organischen Auffindbarkeit. Es reicht aus, wenn jeder relevante Suchbegriff nur einmal vorkommt. Deshalb sind Produktlistings in der Regel voll mit Synonymen anstelle von Wiederholungen. - Singular oder Plural macht keinen Unterschied
Die Nennung des Keywords im Singular deckt den Begriff im Plural ab, und andersherum. Du brauchst also nicht „Regenjacke“ und „Regenjacken“ im Listing zu nennen. - Markennamen sind tabu
Während der Keyword-Recherche wird schnell ersichtlich, dass es zahlreiche Suchanfragen mit einem klaren Bezug zu bestimmten Markennamen gibt wie z.B. „North Face Regenjacke“. Das ist für bestimmte PPC-Kampagnen nützlich, nicht aber für die SEO! Denn: Wenn du eine Regenjacke verkaufst, die nicht von „The North Face“ ist, darfst du den Markennamen keinesfalls verwenden. Das führt nur zu rechtlichen Problemen. Auch in den Backend-Keywords ist die Nennung von Marken untersagt! - Beachte Feiertage, Anlässe und Jahreszeiten
Wie wir bei der Keyword-Recherche mithilfe der Autovervollständigung gesehen haben, lautet eine populäre Suchanfrage (Stand: Mai 2026) in Bezug auf Kinderregenjacken „Regenjacke Kleinkind Sommer“. Bei einer Keyword-Recherche, die im Herbst getätigt wird, wäre ein populärer Suchbegriff wahrscheinlich eher „Regenjacke Kleinkind Winter“. Deshalb solltest du in deiner Keyword-Liste stets Feiertage und Anlässe (z.B. Geburtstag, Weihnachten, Einschulung…) sowie Jahreszeiten berücksichtigen. - Füllwörter spielen keine Rolle
Natürlich darfst du im Listing Füllwörter wie „für“ oder „zu“ als Teil einer längeren Wortkombination verwenden, damit der Text gut leserlich ist. Schreibst du z.B. „Regenjacke für Kleinkinder“, erscheint dein Produkt auch bei einer Suchanfrage, die „kleinkind regenjacke“ lautet.
Kommen wir nun zu den möglichen Platzierungen für Keywords.
Produkt-Titel

Der Titel ist mitunter die wichtigste Platzierungsmöglichkeit für High-Priority-Keywords. Immerhin dient der Titel, zusammen mit dem Hauptbild, als erste Orientierungs- und Informationsquelle für Interessenten, und muss beim Überfliegen der Suchergebnisse klar herausstechen.
Amazon hat bestimmte Anforderungen an die Gestaltung der Produkt-Titel, die sich je nach Produktkategorie leicht voneinander unterscheiden und in den Styleguides nachzulesen sind. Hier möchte ich deshalb nur einige allgemeine Tipps für hochwertige Titel geben:
- Schreibe alle Anfangsbuchstaben deiner Keywords groß (außer Füllwörter),
z.B. „Unisex Faltbare Regenjacke für Kleinkinder Winddicht mit Dinosaurier-Design“ - Setze die wichtigsten Keywords in die ersten 50 Zeichen des Titels, da nur diese in den Suchergebnissen sichtbar sind (in der mobilen Ansicht wird der Titel noch stärker verkürzt)
- Vermeide werbliche Aussagen und Attribute (Beste/r, Premium, super, Top-Qualität…)
- Vermeide Satzzeichen oder Trennstriche (Unisex: Faltbare Regenjacke für Kleinkinder | Winddicht, mit Dinosaurier-Design); eine klassische Aneinanderreihung der Keywords funktioniert am besten
Attribute / Bullet Points

In der Regel kannst du für jedes Produkt 5 Bullet Points verfassen, wobei in manchen Kategorien auch mehr erlaubt sind. Der Bereich „Info zu diesem Artikel“ dient dazu, die wesentlichen Eigenschaften sowie den Nutzen des Produkts kompakt zusammenzufassen. Tatsächlich scrollen manche Interessenten nicht einmal weiter runter, bevor sie sich zum Kauf entscheiden. Somit gehören die Bullet Points nach dem Titel zum SEO-Element mit der höchsten Wirkkraft.
Viele Seller nutzen den hier vorhandenen Platz aus, um zahlreiche High-Priority-Keywords unterzubringen. Die Attribute sollten aber nicht dafür missbraucht werden, wahllos Schlüsselwörter aneinanderzureihen. Der Text muss sinnhaftig, gut leserlich und informativ geschrieben sein; sonst wirkt er abschreckend und dein Listing wird schlechter bewertet.
Hier noch einige Tipps:
- Vermeide Emojis, Symbole und Sonderzeichen. Auch wenn du glaubst, das generiert mehr Aufmerksamkeit.
- In der mobilen Ansicht sind auf den ersten Blick nur die ersten 2-3 Bullet-Points sichtbar, daher sollten diese die wichtigsten Informationen enthalten.
- Schreib keine Romane, sondern halte dich an die vielerorts empfohlene Länge von max. 15 Wörtern pro Aufzählungspunkt.
- Stelle alle USPs deines Produkts heraus und nenne Nutzen und Anwendungsfälle. Für Produktmerkmale wie Größe, Material, Passform, Herkunftsland usw. gibt es Platz an anderen Stellen. (Wenn allerdings ein besonderes Material oder eine Spezialgröße zu deinem USP gehört, solltest du diese in den Bullet Points aufgreifen!)
Allgemeine Suchbegriffe / Backend-Keywords

In das Feld „Allgemeine Suchbegriffe“ im Backend solltest du alle relevanten Keywords eintragen, die noch nicht im Titel oder in den Attributen vorkommen.
Diese Schlüsselwörter werden den Interessenten nicht angezeigt und haben somit keine Wirkkraft bezüglich der Entscheidungsfindung; sie dienen lediglich dem Algorithmus zur Indexierung. Hier hast du Platz, um z.B. Anglizismen („raincoat“, „kids“), selten gebrauchte Synonyme („Regenanorak“) oder auch locker verwandte Begriffe („Poncho“, „Regenhose“, „Schmuddelwetter“) unterzubringen.
Produktbeschreibung

Die Produktbeschreibung gehört zu den am häufigsten vernachlässigten Bestandteilen eines Listings, obwohl sie gerade bei unsicheren Interessenten die Kaufentscheidung nochmal beeinflussen kann. Toll ist, dass man hier viel Platz hat, um alle noch fehlenden Informationen unterzubringen oder die Besonderheiten des Produkts als Fließtext zusammenzufassen.
Die Produktbeschreibung sollte nur Low-Priority-Keywords oder Keyword-Wiederholungen enthalten. Einen SEO-Vorteil bietet sie nämlich nicht: In vielen Fällen haben wir feststellen müssen, dass einzelne Keywords in der Produktbeschreibung nicht zur Indexierung herangezogen wurden. Bei Longtail-Suchanfragen war es hingegen anders.
Generell spielt die Produktbeschreibung eine deutlich untergeordnete Rolle bei der Eintragung von Keywords. Alle Mid- und High-Priority-Keywords gehören in den Titel und in die Bullet Points, eventuell auch ins Backend.
A+ Inhalte

Der Text in den A+ Inhalten, die Markeninhabern exklusiv zur Verfügung stehen, hat keinen Einfluss auf das Ranking. Er dient vielmehr zur Überzeugung und Conversion-Steigerung. Deshalb sollte der Text gut geschrieben sein, viele nützliche Informationen enthalten und professionell wirken. Zur Wahrung des natürlichen Leseflusss kannst du hier einfach nochmal deine Haupt-Keywords wiederholen.
Achtung: Was von Amazon indexiert wird, sind die Alt-Texte der Bilder! Wähle deine Bildbeschriftungen daher sorgsam.
Immerhin: Google indexiert auch den Text der A+ Inhalte, sodass der externe Traffic von Google auf dein Produktlisting gefördert wird.
Amazon SEO: Performance-Faktoren
Nachdem Amazons A10 Algorithmus relevante Produkte für eine Suchanfrage ermittelt hat, wird im zweiten Schritt die Reihenfolge der dargestellten Produkte entschieden. Hierbei orientiert man sich als Kennzahlen, die Aufschluss über die Kundenzufriedenheit geben.
Sprich: Keywords sorgen dafür, dass du überhaupt berücksichtigt wirst. Die Performance-Faktoren haben dann das letzte Wort beim Ranking. Willst du dich an der Spitze der Suchergebnisse etablieren, musst du den folgenden Faktoren Aufmerksamkeit schenken.
Conversion Rate

Markiert sind die Produktinfos, die einen direkten Einfluss auf die Conversion haben
Die Conversion-Rate errechnet die Anzahl der getätigten Käufe im Verhältnis zu den Seitenaufrufen pro Nutzer binnen 24 Stunden. Diese Performance-Kennzahl taucht so gut wie überall, wenn es darum geht, die Leistung deiner Marketing-Bemühungen und die Qualität deines Listings zu bestimmen.
Auf die Conversion hast du nur indirekt Einfluss. Was du brauchst, um eine möglichst hohe Anzahl an Seitenbesuchern in Käufer zu verwandeln, sind:
- Genügend hochwertige Produktbilder, die das Produkt aus möglichst vielen Blickwinkeln zeigen
→ so haben Interessenten das Gefühl, dass sie eine informierte Kaufentscheidung treffen - Ein möglichst hoher Bewertungsdurchschnitt, im besten Fall bei mehreren Hundert bis Tausend Bewertungen
→ dieser Social Proof gibt Interessenten das ruhige Gewissen, keinen Fehlkauf zu tätigen
- Ein im Vergleich zum Wettbewerb relativ niedriger Produktpreis bzw. ein attraktiver Angebotspreis
- Schneller Gratis-Versand
- Ein professionelles Listing mit ausführlichen Informationen, im besten Fall auch A+ Content
Verkaufshistorie & -geschwindigkeit

Amazon misst die Popularität eines Produkts vor allem auch am Volumen und der Geschwindigkeit der Verkäufe. Um diese KPI’s künstlich anzuheben, gibt es glücklicherweise mehrere Möglichkeiten.
- Werbekampagnen
Die effektivste Maßnahme, um die Verkaufszahlen zu steigern, sind Sponsored Ads. Diese katapultieren dein Produkt direkt in die Top 5 der angezeigten Listings oder platzieren es strategisch klug auf der Seite eines Wettbewerbers. Die meisten Seller schalten PPC-Werbung, bis die Verkäufe ins Rollen kommen und die organische Sichtbarkeit gewährleistet ist. Mehr dazu weiter unten. - Externer (Paid) Traffic
Außerhalb von Amazon gibt es weitere Werbemöglichkeiten, z.B. über Google, Meta oder TikTok, um auf deine Produkte aufmerksam zu machen und Interessenten auf dein Listing zu führen. Hierzu zählen auch gesponserte Beiträge auf gut besuchten Produktvergleichsseiten sowie Influencer Posts. Organischer externer Traffic ist auch möglich, hat aber natürlich keine so schnelle und intensive Wirkung. - Blitzangebote:
Bei diesen Angeboten handelt es sich um zeitlich befristete Rabatte, die prominent auf Amazons Kategorieseiten sowie auf speziellen Angebotsseiten und natürlich in den Suchergebnissen dargestellt werden. Obwohl die Normalpreise bei einem Blitzangebot meist um 30-40% heruntergesetzt sind, können viele Seller durch die gestiegene Sichtbarkeit und Verkaufsgeschwindigkeit Profit machen.

Klickrate
Je mehr Klicks deine Produkte im Verhältnis zu den Impressionen und im Vergleich zu den Wettbewerben erhalten, desto besser entwickelt sich das organische Ranking.
Um zu verstehen, wie du die Klickrate positiv beeinflussen kannst, musst du verinnerlichen, was in der Produktvorschau überhaupt angezeigt wird.

Wie du im obigen Screenshot sehen kannst, sind dies:
- Produkthauptbild
- Titel (die ersten 40-50 Zeichen)
- Produktpreis
- Anzahl und Durchschnitt der Produktbewertungen
- Lieferkosten und Lieferfrist
- Und sofern vorhanden:
- Varianten und Farben
- Hinweis auf Rabatte, Coupons und sonstige Aktionen
- Abzeichen (Bestseller, Amazons Tipp, Zuvor angesehen…)
- Nachhaltigkeits-Zertifizierungen
Durch die Optimierung dieser Produktinformationen kannst du die Anzahl der Klicks auf das eigene Listing steigern. Zumindest beim Bild, Titel und Preis, sowie bei der Zertifizierung, kannst du direkt nachhelfen.
Amazon SEO vs. Amazon PPC für ein Top-Ranking
Dir ist es sicherlich schon aufgefallen: Die obersten Plätze in den Suchergebnissen werden IMMER von gesponserten Produkten eingenommen. So ist die Frage, ob organische Ranking-Bemühungen überhaupt noch Sinn machen, mehr als gerechtfertigt. Insbesondere auch, weil die Dominanz von gesponserten Produkten in der Vergangenheit zugenommen hat – wodurch viele Seller das Gefühl haben, dass Amazon SEO an Bedeutung verloren hat.
Allerdings hat sich nur die Rolle der Suchmaschinenoptimierung auf Amazon geändert. Es geht nicht mehr darum, einmalig alle relevanten Keywords im Listing unterzubringen und dann auf einen magischen Verkaufsschub zu warten, sondern vielmehr darum, eine solide Grundlage für Impressionen, Klicks und Conversions zu schaffen. Dabei ist Amazon SEO heutzutage unweigerlich mit Amazon PPC verbunden.
Wobei dir Amazon PPC hilft
PPC-Kampagnen sind Ranking-Beschleuniger: Sie sorgen für sofortige Sichtbarkeit und Verkäufe. Allerdings handelt es sich um bezahlte Zugriffe, und die schneiden in der Nachhaltigkeitsbilanz ziemlich schlecht ab.
In manchen Nischen und während mancher Produktlebenszyklen geht es fast gar nicht mehr ohne Werbung. Gerade bei neuen Produkten, die direkt nach dem Launch weder Rezensionen noch eine Verkaufshistorie haben, sind Sponsored Ads essentiell, um einen sauberen Launch hinzulegen. Auch in stark umkämpften Kategorien sehen sich Seller gezwungen, auf bezahlte Sichtbarkeit zu setzen.
Durch die Steigerung der Verkaufsgeschwindigkeit helfen PPC-Kampagnen, die indirekten Rankingfaktoren zu optimieren und so die organische Platzierung in den Suchergebnissen anzuheben.
Wobei dir Amazon SEO hilft
Obwohl gesponserte Produkte mit Abstand die beste Sichtbarkeit in den Suchergebnissen genießen, ist Amazon SEO weiterhin essentiell. Und zwar aus diesen Gründen:
- Grundlage für Conversion
Ein perfekt optimiertes Listing mit aufschlussreichen, informativen Texten und professionellen Produktbildern ist notwendig, um nach dem Klick auf die Anzeige auch Verkäufe zu generieren. Ansonsten bleibt PPC-Werbung teuer und ineffizient. - Nachhaltigkeit und Profitabilität
SEO-optimierte Produkte mit gutem organischen Ranking erhalten konstanten Traffic ohne Werbekosten. Damit sinkt die Abhängigkeit von PPC und deine Marge wird deutlich besser. Manche Amazon-Seller schaffen es ganz ohne Werbung. Andere setzen auf bezahlte und organische Sichtbarkeit gleichzeitig. - Relevanz
Auch 2026 bewertet Amazons Algorithmus, wie gut ein Produkt zur Suchanfrage passt, indem die im Listing enthaltenen und im Backend eingefügten Keywords indexiert werden. Eine gute SEO-Strategie stellt sicher, dass sämtliche thematisch relevante Keywords abgedeckt sind, damit das Listing bei möglichst vielen Suchanfragen und vor allem bei denjenigen mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit ausgespielt wird. - Sponsored Ads werden ignoriert / geblockt
Zwar führen die „Top of Search“-Werbeanzeigen gerade bei schnellen Suchanfragen zu verlässlich vielen Klicks – allerdings sind die organischen Top-Platzierungen vertrauenswürdiger. Aufgeklärte Nutzer ignorieren oftmals die Produkte, die als „gesponsert“ markiert sind. Wer Ad Blocker benutzt, bekommt Sponsored Ads überhaupt nicht angezeigt.
Die Kombi macht’s!
Während Sponsored Products eine leicht höhere Klickrate verzeichen als die obersten organischen Produkte, liegt ihre Conversion Rate meist etwas niedriger.
Wer ganz schlau ist, sorgt mithilfe von SEO und PPC dafür, dass das eigene Produkt mehrfach auf der ersten Suchergebnisseite erscheint. Durch die Kombination von bezahlter und organischer Sichtbarkeit kann man einen bedeutenden Anzahl der Gesamtklicks für sich beanspruchen.

Beispiel: Die Kinderregenjacke mit Dinosaurier-Design von LAUSONS ist 5x auf der ersten Suchergebnisseite zu sehen: 1x organisch in der Farbe dunkelblau, 1x organisch in der Farbe hellblau, 1x bezahlt, 1x bezahlt unter „Von Kunden häufig angesehen“ sowie 1x bezahlt unter „Auswahl aus sozialen Medien“.
Diese starke Präsenz sorgt für maximale Sichtbarkeit und eine große Konzentration an Klicks, wobei mir dir genauen Zahlen natürlich nicht bekannt sind.
Die Frage ist also nicht mehr „SEO oder PPC“, sondern, wie beides zusammenwirkt:
- PPC liefert Daten für SEO
Indem du erfolgreiche PPC-Kampagnen auf Keyword-Ebene auswertest, erfährst du, welche Schlüsselwörter tatsächlich konvertieren. Diese Wörter solltest du unbedingt in dein Listing übernehmen. - SEO erhöht die Conversion Rate
Ein gutes Listing führt dazu, dass die durch den PPC-Traffic generierten Leads auch wirklich kaufen, was den RoAS erhöht und dem Algorithmus positive Signale sendet. Andersherum bringen bezahlte Klicks rein gar nichts ohne ein converison-starkes Listing! - PPC ist der Motor, SEO das Fundament
Wer nur kurzzeitig durch Werbemaßnahmen rankt, fällt ohne organische Kraft sofort wieder ab – oder muss kontinuierlich in die Werbung investieren. PPC ist wichtig, um schnell an die Spitze zu kommen. SEO ist unbedingt notwendig, um an der Spitze zu bleiben!
Häufige Fragen zu Amazon SEO
Kann ich auch ohne Produktbewertung ein gutes organisches Ranking erzielen?
Dies wird in den meisten Fällen nicht möglich sein. Nicht unbedingt wegen der fehlenden Produktbewertungen, sondern, weil durch den fehlenden Social Proof die Klickrate und die Conversion Rate niedriger ausfallen. Diese KPI’s stellen jedoch indirekte Rankingfaktoren dar, die sich auf deine organische Platzierung auswirken.
Wie lange dauert es, bis sich nach einer Suchmaschinenoptimierung erste Erfolge einstellen?
Einen genauen Zeitrahmen kann ich dir nicht nennen. Die Optimierung der Keywords im Produkt-Listing wirkt allerdings relativ schnell auf die Anzahl der Impressionen (= erhöhte Sichtbarkeit), was letztendlich auch mit mehr Verkäufen belohnt wird. Der Effekt lässt sich durch das Monitoring der Suchbegriffe und ihrer Klickraten bereits nach einigen Tagen erkennen.
Was gehört außer der Keywordrecherche noch zur Suchmaschinenoptimierung?
Keywords liegen in der goldenen Mitte sämtlicher SEO-Bemühungen. Allerdings nutzt Amazon zahlreiche weitere Rankingfaktoren, um Relevanz (Kaufwahrscheinlichkeit) und Performance (Kundenzufriedenheit) zu bestimmen. Wichtig sind außerdem Produktbilder, eine überzeugende Produktvorschau mit optimiertem Titel und Hauptbild, positive Bewertungen, aussagekräftige Bullet Points, ein wettbewerbsfähiger Preis, gute Lieferbedingungen usw.
Helfen PPC-Kampagnen bei der SEO?
Werbekampagnen und SEO-Bemühungen verstärken sich gegenseitig und wirken immer zusammen. Wer ein niedriges organisches Ranking hat, kann mithilfe von PPC den gewünschten Push auf die erste Seite erzielen. Andersherum hilft SEO, dass PPC-Kampagnen wirklich rentabel sind. Viele Seller setzen auf ein bezahltes und organisches Ranking in der „Top of Search“, um einen Großteil der Klicks für sich zu beanspruchen.
Fazit: Amazon SEO bedarf kontinuierlicher Bemühungen

Wie du in diesem Beitrag erfahren hast, kannst du mit einer einmaligen anfänglichen Keyword-Recherche keine nachhaltige Suchmaschinenoptimierung auf Amazon erzielen. Denn neben den Relevanz-Faktoren bestimmten letztendlich die Performance-Faktoren, wie weit oben dein Listing in den Suchergebnissen erscheint.
Daher musst du dich kontinuierlich darum bemühen, Klickrate, Conversion und Verkaufsvolumen/-geschwindigkeit hoch zu halten. Auf diese KPI’s hast du natürlich nur indirekt Einfluss, was die Sache ziemlich erschwert. Angebotspreise und PPC-Kampagnen sind kurz- bis mittelfristige Lösungen, um eine Performance-Optimierung zu erreichen.
Tatsache ist: Die Verwendung relevanter Keywords und die Listing-Optimierung gelten heutzutage als das „Bare Minimum“, um überhaupt beachtet und ernstgenommen zu werden. Um auf die ersten Plätze zu kommen, sind jedoch weitere Maßnahmen notwendig – sofern die Ergebnisse nicht streng gefiltert werden und du starken Wettbewerb verzeichnest.
Bei allgemeinen Suchanfragen in populären Kategorien wie „Kinder Regenjacke“, „Katzennassfutter“ oder „Handyhülle“ reicht das beste Listing allein nicht aus, um in die Top 3 oder die Top 20 zu kommen. Du musst deine Performance-Kennzahlen hoch halten und die Kundenzufriedenheit gewährleisten. Nur so wird dein Produkt von Amazon an seine Millionen Nutzer empfohlen, indem dein Listing gut positioniert wird.
Mithilfe von SEO-Tools, die häufige Suchbegriffe vorschlagen, Einblicke in das Suchverhalten geben, den Wettbewerb analysieren und deine schon genutzten Keywords tracken, kannst du deine Keyword-Strategie von Zeit zu Zeit überprüfen und deine Listings wieder auf Hochglanz bringen. Ich persönlich kenne keinen seriösen Seller, der ohne SEO-Tools arbeitet!
Und wenn das nicht hilft, kannst du dich gerne bei uns melden. Wir sind eine Amazon Agentur aus Düsseldorf mit Spezialisierung auf PPC und SEO. Wir führen zunächst ein Audit durch und identifizieren die Schwachstellen, um dann mit dir (Done-with-you) oder für dich (Done-for-you) deine Listings in die Sichtbarkeit zu bringen.